Was soll ich tun wenn ich Messwerte habe die auf hohen Stress hinweisen?

Grundsätzlich ist es völlig normal, dass wir Stress ausgesetzt sind. Stress wird durch körperliche oder mentale Aktivitäten, Einflüsse von außen hervorgerufen und verändert uns von Geburt an. Diese Veränderung ist aber nicht nur negativ zu sehen. Reize auf unseren Organismus führen dazu, dass wir uns entwickeln, uns an Umwelteinflüsse anpassen, lernen und immer weiterentwickeln. Ein sehr gutes Beispiel sind Sportler die durch regelmäßige und gezielte körperliche Reize ihre Leistung step-by-step verbessern und so imstande sind, Außergewöhnliches zu vollbringen.

Zu Problemen kommt es erst wenn die Reize für uns zu hoch sind, zu lange andauern oder in zu schneller Abfolge wiederkehren – das führt zu chronischem Stress.

Der gesunde Mensch ist sehr gut in der Lage mit normalen Stressreizen umzugehen. Wenn diese aber eben zu intensiv sind kommt es zur sogenannten Überlastung, bionegative Veränderungen physiologischer Strukturen, Schwächung des Immunsystems, Burn-out oder im Sport zum Übertraining.

Genau hier setzt ABIOS mit seinen Verfahren an – diese  Verfahren messen die Belastung auf unser vegetatives Nervensystem. Da jeder Mensch sehr individuell auf Stress reagiert gibt es keine Grundregel wie hoch die Belastungsverträglichkeit für den Einzelnen ist. Mit den Messergebnissen von ABIOS bekommt man aber Informationen um seine Eigenwahrnemung zu verbessern oder eine gezielte Intervention/Therapie/Coaching optimieren und begleiten zu ,können.

Beispiel 1

Du hast tagsüber, durch berufliche, private oder sportliche Herausforderungen sehr viel Stress bist hohen Belastungen ausgesetzt und hast somit auch oft sehr niedrige Werte auf der ABIOS-Entspannungs-Skala?

Hinweis: Wenn Du dann bei Ruhemessungen oder bei Deiner Schlafmessung mindestens Entspannungswerte von über +1 erreichst liegt kein schwerwiegendes Problem vor – der Organismus hat genug Freiräume um sich zu entspannen.

Beispiel 2

Du hast, wie bei Beispiel 1 sehr viel Stress und zusätzlich auch immer wieder schlechte Schlafmessungen (Entspannungswerte unter -1)?

Fazit: Nimm Dir hin und wieder eine Auszeit und schalte ein paar Tage (Wochenende) ab. Hinweis: Wenn Du merkst, dass selbst nach dieser Auszeit die Messwerte auf einen hohen Belastungsbereich mit weiterhin sehr niedrigen Entspannungswerten hinweisen ist Handlungsbedarf gegeben.

Dabei können oft sehr einfache Maßnahmen große Wirkung entfalten…

Neben aktiver Erholung, Sport, Fitnesstraining, Wellnessurlaub usw. sind oft kleine Veränderungen sehr wirksam.

Schlafverhalten ändern…

  • Der Schlaf ist unsere wichtigste Erholungsmaßnahme und sollte daher besonders beachtet werden. Wenn die Messwerte kontinuierlich auf einen geringen Erholungsgrad hinweisen (auch tagsüber) sollte man zuerst die Schlafsituation überprüfen.
    • 7-8 Stunden sollte der Mensch schlafen, unter Umständen früher zu Bett gehen (der Schlaf vor Mitternacht ist dabei sehr wichtig).
    • Schlafsituation kontrollieren: Das ist mit der ABIOS Messung sehr einfach. Verändere Deine Schlafumgebung, Matratze, Bettausrichtung, Verdunkelung, Lärmreduktion, räumliche Veränderung usw. und Du kannst alles sehr einfach über die Messung austesten – Ziel muss sein mindestens 60% Entspannungswert über einen Zeitraum von 7h Schlaf zu erreichen.
    • Tagsüber power napping, wenn möglich zu immer fixen Zeiten (15-20Minuten) unterstützt zusätzlich.

Fazit: Vor 24Uhr ins Bett, mind. 7h Schlaf, Schlafumgebung optimieren!

Drink- und Ernährungsverhalten überprüfen, ändern…

  • Neben einer grundsätzlich gesunde Ernährung mit ausreichend Vitamin- und Mineralstoffaufnahme spielt für die Erholung und Stressresistenz auch die Menge der Speisen, zum jeweiligen Zeitpunkt eine große Rolle.
    • Sehr spät am Abend schwere Kost oder große Mengen zu sich zu nehmen führt zu Schlaf- und damit Erholungsproblemen.
  • Gleiches gilt für das Trinkverhalten: Wenn man den ganzen Tag viel Kaffee trinkt, zu wenig Wasser aufnimmt, bekommt man am Abend Durst, trinkt die benötigte Wassermenge zu spät und muss zwangsweise in der Nacht zur Toilette – das stört wieder den Schlaf.
  • Alkohol beeinflusst auch bereits in geringen Mengen unsere Erholung im Schlaf – das tägliche Bier zur Beruhigung oder Glaserl Wein ist für eine gute Erholung nicht optimal.

Fazit: Leichte Kost am Abend, hochwertige Ernährung, gleichmäßig verteilt über den Tag, regelmäßig trinken, keine großen Mengen zu später Stunde, Alkohol passt mit wirklicher Erholung nicht zusammen!

 

Rauchen hat großen Einfluss auf die Entspannungsfähigkeit – bereits eine Zigarette verzögert die Erholung um einige Stunden.

Fazit: Rauchen ist auch Gift für unsere Erholungsfähigkeit!

 

Sportlich Aktivitäten sind gesund und unterstützen die Erholungsfähigkeit – sofern man ein paar Grundregeln beachtet:

  • Keine abrupten (seltenen) Aktivitäten mit hohen Intensitäten – regelmäßiger Sport 3-5mal pro Woche zwischen 30 und 50min ist optimal. ABIOS hat dazu die Anzeige für die Trainingsbereiche (Belastungsmodus) eingebaut. Trainieren sie hier bis maximal im GA1 Bereich.
  • Keine hohen Belastungen zu später Stunde – spät abends, kurz vor dem Schlafengehen ins Fitness-Studio führt zu Ein- und Durchschlaf-Problemen und erhöht unser Stress-Situation.

Fazit: Regelmäßiger Sport, mit moderater Dauer und Intensität sowie mit genügend Abstand zum Schlaf (3h) ist optimal!

 

Bewegung, auch abseits sportlicher Aktivitäten ist wichtig für unsere Fitness und damit die Erholungsfähigkeit.

  • Kleine Veränderungen im Büroalltag führen zur Verbesserung der Durchblutung und unseres Bewegungsapparates. Immer wieder ein paar Schritte gehen, Liftfahren vermeiden, Meetings im Stehen abhalten, mit dem Rad zur Arbeit, kleine Besorgungen zu Fuß durchführen verändert nicht nur unsere Haltung, sondern verbessert auch die Regeneration.

Fazit: Bewegung bringt`s!

 

Dieser kleine Auszug an Möglichkeiten  kann bereits große Wirkung auf Deine Messwerte haben. Es ist zwar nicht leicht sich von „lieben“ Gewohnheiten zu verabschieden, aber auch hier hilft ein Beispiel aus dem Sport: Wenn ein Leistungssportler etwas an seiner Technik, Kraft, Schnelligkeit usw. verändern möchte muss er die neue Form über mindestens 3Monate konstant trainieren, damit diese automatisiert wird.

 

Wichtigstes Fazit: Du kannst immer was verändern – zieh es 3 Monate durch, dann ist es ein Teil von Dir – fällt leicht oder wird zu einer guten Gewohnheit und bringt Dir Resilienz, Vitalität und Energie!

 

Hinweise: Solltest Du über einen längeren Zeitraum in Ruhe oder bei Unwohlsein und kränklichen Status sehr hohe Belastungswerte messen empfehlen wir therapeutische bzw. ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus ist eine regelmäßige ärztliche Untersuchung die Basisvoraussetzung für Sport- und Fitnesstraining sowie auch zur Früherkennung von gesundheitlichen Risikofaktoren.

Die Auswertungen und Empfehlungen basieren auf sportwissenschafltlichen Erfahrungen und Erkenntnissen und ersetzen keine medizinische Diagnostik und Beratung![:en]text follows

Was bedeuten die Ergebnisse bei der Entspannungsskala?

Die ABIOS Entspannungs-Skala reicht von -5 bis 0 bis +5  und ergibt sich aus der Bewertung des Entspannungsgrades und wird über die Herz-Raten-Variabilität (HRV) berechnet!

Die Werte von -5 bis 0 weisen auf eine sehr bis normal belastete Situation hin,

Werte von 0 bis +5 weisen auf eine normal bis sehr entspannte Situation hin.

 

Was bedeuten die Farben der Balken und der Status Icons?

Was bedeuten die Farben der Balken und in den Icons bzw. Mess-Symbolen?

Die Balkenfarbe und auch die Balkenhöhe verändert sich mit dem psycho (mentalen) – physischen (körperlichen) Statuswert.

Die Farben zeigen den psycho-physischen Entspannungsgrad an, dieser wird über die Herz-Raten-Variabilität (HRV) bzw. die Schwankungen der Herz-Raten erfasst. Unter körperlicher oder sogar hoher mentaler Belastung gehen die Schwankungen des Herz-Schlages zurück, was zu niedrigen bis kaum mehr messbaren Schwankungen führt. In diesem Fall werden keine farbigen Balken mehr angezeigt!

Die Icons zeigen über die Farbe den durchschnittlichen Status der jeweiligen Messung an.

Was ist die wissenschaftliche Basis hinter den Berechnungen zu Entspannung und Belastung?

Als Basis dazu dienen uns wissenschaftliche Erkenntnisse anerkannter Forschungsinstitute, eigene Forschungen (siehe u.a. Literatur dvs-Schriften), unsere jahrelange Erfahrung in der Entwicklung einer Herz-Raten-Variabilitäts-Diagnostik (HRV) und unser Know-how in der Algorithmen- und Software-Entwicklung.

Die individuelle Anpassung an die Herausforderungen unserer Kunden, Sportler und Partner hat dazu geführt, dass wir nicht den klassischen Weg gefolgt sind und z.B. vorwiegend frequency domain analysis zur Beurteilung heranziehen. Unsere Auswertung basiert unter anderem auf time domain analysis und eigenen Algorithmen. Die HRV-Parameter dazu finden Sie im Webportal auch im Handbuch unter „Statistik“.

Für die Auswertungen zu „Belastung“ und „Entspannung“ wurden umfangreiche Screenings-, Analyse- und Berechnungsverfahren entwickelt und eingesetzt welche

  • eine Artefakterkennung und -behandlung ermöglichen,
  • eine valide, alters- und leistungsabhängige Berechnung sicherstellen,
  • Echtzeitdarstellungen in der App ermöglichen und
  • die Darstellung von psycho-physischen Beanspruchungen lokal, auf der jeweiligen Position und unter Bewegung

sicherstellen.

Kann mentaler und körperlicher Stress getrennt erfasst werden?

Zum Thema der getrennten Betrachtung von mentalem und physischem Stress können wir eine Lösung über die Aktivitätserfassung in der App, ein Positionstracking und die Bereitstellung der beiden Indikatoren „Belastung“ und „Entspannung“ zur Verfügung stellen.

Wissenschaftlich gesehen ist es schwierig zu beantworten, wo hört mentaler Stress auf und wo beginnt physische Belastung. Auch bei scheinbar rein mentalem Stress reagiert unser Organismus mit physiologischen Prozessen (Atmungs- und Pulserhöhung, Katecholamin-Ausschüttung usw.). Im Gegenzug kann eine sehr moderate, körperliche Bewegung zu entspannten, mentalen Prozessen führen.

Wir haben uns diesem Phänomen genähert, indem wir ein neues Berechnungsverfahren entwickelt haben, das Rücksicht auf Alter und Fitnessgrad nimmt und die Erholungs- oder Belastungswerte über GPS-Tracking auf der jeweiligen Position bereitstellt. Zusätzlich kann über die App die Tätigkeit sehr genau erfasst und archiviert werden. Damit wird eine getrennte Analyse der Auswertungen zu mentalen und körperlichen Belastungen erleichtert.

Vom Trend her wird mentaler Stress in den Auswertungen unter „Entspannung“ dargestellt und körperliche Belastung unter „Belastung“. Die Grenzen sind aber immer gleitend. So ist bei körperlicher Beanspruchung auch oft eine mentale Anspannung (Konzentration) gegeben und umgekehrt bei mentaler Beanspruchung körperliche Spannung gegeben.

Was bedeuten die Ring(Kreis)diagramme mit den Prozentwerten auf der linken Seite im Messarchiv?

Die Kreisdiagramme mit den %-Werten im Mittelpunkt  in der Übersicht der Messungen zeigen den zeitlichen Anteil der Aktivität an der Dauer der Gesamtmessung an.

 

Können Personen mit Herzschrittmachern eine Messung mit dem ABIOS System vornehmen?

Es tut uns leid aber eine Herz-Raten-Variabilitäts-Messung mit implantiertem Herzschrittmacher ist nicht möglich!

Ich sehe keine Daten wenn ich ins Webportal oder Smartphone-Archiv einsteige?

Warte einige Sekunden bis die Seite aufgebaut ist – das ist abhängig von der Internetgeschwindigkeit!

Es könnte sein, dass Du zwar gemessen hast aber die Messung ohne Auswahl einer Aktivität beendet hast – dann wurde diese nicht gespeichert und das Archiv ist leer,

oder Du hattest mit deinem Smartphone bei der Datenübertragung keine Online-Verbindung, stelle diese über einen Hotspot, W-Lan usw. her.

Kann ich auch im Flugmodus messen?

Ja! Die gesamte Messung kann im Flugmodus (aber nur bei eingeschalteter Bluetooth-Verbindung) erfolgen.

Für den ersten und die Auswertungsfunktion (Archivfunktionen) muss man aber eine ausreichend gute Online-Verbindung (Wifi, W-Lan, Internetverbindung) herstellen.

Was soll ich bei zu vielen Messfehlern bzw. abnormen Messergebnissen tun?

Mögliche Probleme Mögliche Maßnahmen
schlecht sitzende Elektroden Messung wiederholen, Elektroden auf trockene Haut geben
Kunststoff-Bekleidung (führt zu Ladungsaufbau und Entladungen) Baumwolle bzw. 100% Naturfaser tragen
Medikamenteneinfluss keine Interpretation möglich
Herz-Rhythmus-Störungen oder sonstige kardiale Probleme keine Interpretation möglich, Weiterleitung zu ärztl. Untersuchung

Lesen Sie immer auch die Gebrauchsanweisung Ihres Messtransmitters durch – da erfahren Sie meist, was zu tun ist, um eine gute Messung vornehmen zu können!

Gibt es auch schon Erfahrungswerte zur Beurteilung bzw. Analyse der HRV bei Menschen, die unter dem Einfluss von Medikamenten wie: Beta-Blockern, Sedativa, Psychopharmaka stehen?

Es gibt einige Studien dazu, anbei ein Link zu einer Auflistung von Fr. Dr. Löllgen…

 http://www.hrv24.de/pdfs/Deborah-Loellgen-Medikamente-und-HF_HRV-Herzratenvariabilitaet-Herzfrequenzvariabilitaet-2011.pdf

Es bedarf daher auch einer kurzen Anamnese bzgl. Erkrankung und Medikamenteneinnahmen beim Einsatz der Diagnostik. Dabei sind dann jedoch nur die Psycho-Pharmaka usw. interessant die eine Verbesserung der HRV-simulieren. 

Ich hatte viel Stress und hab jetzt doch gute Werte?.

Siehe Untersuchung zur Herzratenvariabilität unter Stress- und Entspannungs-Bedingung…

 Die Versuchspersonen waren nach der Stressbedingung vegetativ offenbar entspannter als nach der Entspannungsphase. Der Stresslevel der Probanden sank also unmittelbar nach Beendigung der Aufgabe, aber bereits vor Aufklärung der Tatsache, dass die Anagrammaufgaben nicht lösbar waren. Eine mögliche Erklärung stellt der sog. Rebound-Effekt dar, eine Gegenreaktion des ANS, die nach einer Verschiebung des sympathisch-parasympatischen Gleichgewichts, schnell wieder die Balance herstellt und so die Reaktions- bzw. Adaptionsfähigkeit des Organismus wieder herstellt. Außerdem lässt sich dieses Ergebnis in eine Reihe von Befunden zum Angstverlauf in Prüfungssituationen einfügen, die zeigten, dass nach Prüfungssituationen die subjektiv empfundene Angst (Jacobs, 1981) wie auch körperliche Beschwerden (Scheer & Zenz, 1973, zitiert nach Lukesch, 2006) absanken. Somit kann angenommen werden, dass auch im vorliegenden Experiment dieser Effekt eingetreten ist.

Siehe Studie: Erlangen 2007-2008, Universität Regensburg, Institut für experimentelle Psychologie, Lehrstuhl: Prof. Dr. H. Lukesch, PWP: Empirische Erhebungen zum Bereich der Medien- und Gesundheitspsychologie, WS 2007/2008

Junge bzw. gesunde Sportler liefern ja andere Messwerte als therapierte Personen. Wie bewertet man diese Messergebnisse, die Analyse innerhalb einer Altersgruppe erfolgt auf der Basis gesunder Probanden, oder?

[:de]Ja, da gibt es ganz große Unterschiede. Die Werte verändern sich im Altersgang d.h. je älter wir werden umso geringer wird die Schwankung der Herzraten (HRV), gleiches passiert bei Krankheit und Überlastung oder auch bei Personen mit einem Sportherzen.

ABIOS berücksichtigt daher die altersspezifischen und die durch Sport veränderten Werte. Empfehlungen zum Belastungsgrad sollten immer nur auf einer soliden Datenbasis die Rücksicht auf individuelle Ausprägungen nimmt erfolgen.[:en]Ja, da gibt es ganz große Unterschiede. Die Werte verändern sich im Altersgang d.h. je älter wir werden umso geringer wird die Schwankung der Herzraten, gleiches passiert bei Krankheit und Überlastung oder bei Personen mit einem Sportherzen.

ABIOS berücksichtigt daher die altersspezifischen und die durch Sport veränderten Werte. Empfehlungen zum Belastungsgrad sollten immer nur auf einer soliden Datenbasis die Rücksicht auf individuelle Ausprägungen nimmt erfolgen.[:]

Ich habe keine gute WLAN-Verbindung für die Datenübertragung am Smartphone, ist das ein Problem?

Die Übertragung von Kurzzeitmessungen (wenige Minuten) sollte in jedem Fall ohne Probleme funktionieren, da die Datenmenge sehr gering ist.

Für den Upload der Langzeitmessungen und die Detaildarstellung der Daten im Internetbrowser (nach Möglichkeit: Google Chrome, Firefox oder ein aktueller Safari Browser) sollte jedoch eine gut funktionierende Verbindung vorhanden sein.

 

Was ist die HerzRatenVariabilität (HRV)?

Die Diagnostik der Herz-Raten-Variabilität bzw. Herzfrequenzvariabilität, kurz HRV genannt, ist ein lange bekanntes Kontrollverfahren, das bereits in der chinesischen Medizin zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Patienten angewandt wurde. Die „Heart-Rate-Variability“ (HRV) Diagnostik ist aber auch das Verfahren der Zukunft und wird in vielen Bereichen die bisherige, unspezifischere Herzfrequenzdiagnostik ablösen oder ergänzen!

Die HRV bildet, physiologisch betrachtet, die Schlag zu Schlag (Beat-to-Beat, R-R oder NN) Variation des Herzens ab und wird als Kennwert über die Zeitabstände als R-R Intervall (EKG-Parameter) oder als NN (Normal to Normal bzw. Peak to Peak) von einem Herzschlag zum Nächsten in ms erfasst.

 

 

 

 


Bereits im 3. Jahrhundert erkannte der chinesische Arzt Wang Shu-he, dass ein variabler Herzschlag ein Zeichen für Gesundheit ist. Er dokumentierte dies in seinen Schriften „Mai Ching – The Knowledge of Pulse Diagnosis“. Gerne werden ihm in diesem Zusammenhang auch die Worte in den Mund gelegt: „Wenn das Herz so regelmäßig wie das Klopfen eines Spechtes oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von 4 Tagen sterben.“ Da es jedoch noch keine Messinstrumente, wie beispielsweise Stethoskop oder EKG gab, musste der Arzt sich sehr sensibel auf die Erfassung des Zusammenspiels der Körpersignale eines Patienten einstellen, um eine Krankheit daraus diagnostizieren zu können.
Wie damals wird auch aktuell der HRV-Diagnostik sehr große Beachtung geschenkt. Anhand der Schwankungsbreite der einzelnen Herzaktionen kann der Gesundheitszustand und die aktuelle Leistungsfähigkeit genau beurteilt werden. Die individuelle Analyse und Interpretation bedarf moderner Hardware- und Softwarelösungen.
Eine große Schwankungsbreite zwischen den einzelnen Herztakten weist auf einen hohen Leistungsstatus hin. Ein starrer, sehr regelmäßiger Herzschlag zeigt hingegen einen gestressten, überlasteten oder auch kranken Zustand oder sehr hohes Alter an.


 

 

Die Grafik oben zeigt, wie sich die HRV, also die Schwankungen von einem Schlag zum nächsten, unter Ruhebedingung verändern kann.

Die mittlere Grafik zeigt, dass bei einem höheren Puls automatisch eine geringere HRV entsteht.

Die unterste Grafik zeigt, dass die HRV aber unabhängig von der Pulshöhe, meist unter mentalem Einfluss „Stress“, oder bei fortgeschrittenem Alter sehr eingeschränkt sein kann.

Über die Analyse der HRV erhält man daher unter Beachtung, dass die physische Belastung nicht zu hoch ist, auch mehr Informationen als über eine klassische Herzfrequenz- bzw. Puls-Diagnostik!

Und die ABIOS App liefert präzise, individualisiert und sicher die Informationen dazu!

 

Was kann eine HRV-Messung was eine Pulsmessung nicht kann?

Was ist der Unterschied zwischen der Herzfrequenz- (Puls) und der Herz-Raten-Variabilitäts- (HRV) Messung“ oder „was kann die HRV was die Pulsmessung nicht kann“?
Die Herzfrequenz- (BPM) oder Pulsmessung basiert auf der Erfassung der Herzfrequenz pro Minute. Somit wird die durchschnittliche Herzfrequenz pro Minute wiedergegeben. Die Herzfrequenz liefert gerade für sportliche Aktivitäten eine sehr gute Richtgröße. Durch die Bestimmung von bestimmten Zielbereichen kann sie zur Trainingssteuerung im Gesundheits- als auch Leistungsbereich eingesetzt werden. Niedrig intensive Bereiche, welche meist klar unter 140 Herzschlägen pro Minute liegen, werden vielfach für Basis- oder Grundlagentraining vorgegeben, intensivere Bereiche werden für bestimmte leistungssportliche Ziele vorgegeben. Sportler absolvieren dazu spezielle Leistungstests, über die individuelle Herzfrequenzen für die Zielbereiche bestimmt werden.

Anders verhält es sich mit der Herz-Raten-Variabilität (HRV). Diese ist eine Messgröße, die anzeigt, wie gestresst wir gerade sind und wie unsere Erholungskapazität aussieht. Je fitter und entspannter wir sind, desto größer ist die Schlagvariation des Herzens. Diese Schwankungen erfolgen in einem Bereich von Millisekunden, die für uns meist nicht spürbar sind. Sind wir jedoch körperlich oder mental belastet, schlägt das Herz regelmäßiger. Auslöser für die Schwankungen zwischen den einzelnen Herztakten ist vorwiegend unser vegetatives Nervensystem (VNS). Dieses VNS stellt die Verbindung vom Herz über das Rückenmark zum Gehirn dar. Dabei kommen über den „Sympathikus“, unseren Leistungsnerv, Impulse, die das Herz schneller schlagen lassen, im Gegensatz dazu bremst der Parasympathikus, unser Ruhenerv, die Herztätigkeit. Da beide Nerven normalerweise im ständigen Wechselspiel sind, variiert unser Herzschlag. Erst unter momentaner oder chronischer Belastung wird vorwiegend der Sympathikus aktiv und damit wird auch der Herzschlag gleichmäßiger. Der Sympathikus verursacht die Beschleunigung des Herzens, wenn es zu körperlichen oder/und mentalen Aktivitäten kommt. Da dieser Tempomacher und auch sein Gegenspieler der Parasympathikus sehr fein reagieren und im Millisekunden Bereich die Herztätigkeit verändern, kann man über die HRV sehr genau feststellen ob sich jemand entspannt, konzentriert oder auch körperlich belastet. Damit ist die HRV im Vergleich zur Herzfrequenz/Min eine sehr sensible und aussagekräftigere Messgröße für den Entspannungs- und Belastungsgrad.

Die grafische Darstellung illustriert eindrucksvoll eine Puls-(HF/Min) und HRV Messung, die mit einer Testperson während eines TV-Berichtes durchgeführt wurde. Die Informationen der Pulsmessung spiegelt die blaue Linie wider, die bunten Balken von lila bis grün illustrieren die HRV-Messung. Sie zeigen die live-Reaktion der Testperson auf den Bericht: Im ersten Drittel liegt der Puls bei 53 Herztakten/Min, im mittleren und letzten Drittel bei je 45 Herztakten/Min. Schaut man sich nur den Puls an, würde man vermuten, dass der Beginn des TV-Berichts spannender war  als im 2. und 3. Teil, da hier der Puls höher ist.  Weis man aber um die Einflüsse das VNS und betrachtet man somit die HRV, dann zeigt sich, dass speziell im mittleren Teil eine sehr geringe Schwankung der Herzfrequenz gegeben ist. Zu Beginn und am Ende des Berichtes war die Person daher entspannter als im mittleren Teil. Was auch klar über den Balkenverlauf ersichtlich ist. Die Darstellung verdeutlicht sehr gut wie schnell ein gesunder Organismus auf leichte Belastung reagiert und danach sofort wieder in einen entspannten Zustand kommt. Damit kann über das ABIOS HRV-Verfahren mit einer exakten Vermessung der Herz-Rhythmen sehr schnell bestimmt werden ob eine Aktivität entspannend ist oder nicht bzw. ob ein in Organismus unter permanenten Stresseinfluss steht oder nicht.

Wichtige Aussagekraft hat dabei auch das Anstiegs-Verhalten der HRV nach diversen Belastungen. Zeigt sich in der HRV nach einer Belastung ein Anstieg der Variabilität ist alles ok! Dauert es hingegen nach einer Belastung ein paar Stunden, bis sich wieder eine hohe Variabilität zeigt, so ist zu vermuten, dass bereits eine starke Vorermüdung bzw. Überlastung gegeben ist. Kommt es auch nach einer längeren Schlaf- und Erholungsphase zu keinem nennenswerten Anstieg der Variabilität, so liegt vermutlich eine chronische Überlastung mit vegetativer Funktionsstörung vor. Mit der Live-Messung kann das sehr genau kontrolliert und je nach Schweregrad auch wieder korrigiert und kontrolliert werden. Eine reine Pulsmessung wäre dafür nicht ausreichend und würde gerade im Hochleistungssport zu verfälschten Ergebnissen führen. Die präzise Erfassung der HRV und eine übersichtliche Feedbackfunktion erlaubt daher einen viel breiteren Einsatz der mobilen Diagnostik!

ABIOS für praxisorientierte und wissenschaftliche Analysen!

Neben den sehr gut verständlichen und übersichtlichen Darstellungsoptionen zum praktischen Einsatz könne Anwender auch auf wissenschaftliche Parameter und Diagramme sowie eine umfangreiche Verwaltungs- und Editierfunktion zurückgreifen.

Dabei ist ein Datenexport (CSV-File) der Messungen ebenso möglich wie der PDF-Druck ausgewählter Sequenzen und Daten.

Was bedeuten die Pulszonen bzw. die Trainingsbereiche in der ABIOS-App und im Webportal?

In der App und im Webportal wird dieser Bereich aus dem Pulsverlauf (Herzfrequenz pro Minute) in den jeweiligen Zonen dargestellt!

Aus sportwissenschaftlicher Sicht zeigen diese Werte…

  • von 0 bis 48% den „Basisbereich“ oder Fitnessbereich und auch den Regenerations-Kompensationsbereich (ReKom) an.
    • Ein Training in diesem Bereich fördert die Fitness und unterstützt bei Leistungssportlern die Regeneration bzw. Kompensation der vorausgegangenen Trainingseinheiten.
    • Auch bei rein mentalen hohen Belastungen kann es in diesem Bereich noch zu ansteigenden Werten kommen, das sollte aber langfristig vermieden werden.

 

  • von 49-62% den „Anstrengungsbereich 1“ oder Fettstoffwechsel-Trainingsbereich (FB) an.
    • Dabei läuft der Stoffwechsel mehrheitlich über Fettverbrennung ab.
    • Ein Training in diesem Bereich fördert die Fitness und bei Leistungssportlern die Entwicklung der Ausdauerbasis durch den Auf- und Ausbau der Mitochondrienmasse (unsere Zellkraftwerke).
    • Bei sehr hohen mentalen Belastungen kann es wiederum auch noch in diesem Bereich zu ansteigenden Werten kommen, das zeigt jedoch von einem sehr hohem Stresslevel.

 

  • von 63-78% den „Anstrengungsbereich 2“ oder Grundlagenausdauerbereich 1 (GA1) an.
    • Dabei läuft der Stoffwechsel vorwiegend im aeroben, glykolytischen (Kohlehydrate) Bereich ab, bezogen auf den Laktatspiegel (Milchsäure) im Blut ergibt sich hier meist ein stady-state (über lange Zeit gleichbleibendes Niveau).
    • Ein Training (z.B. Longjogs) in diesem Bereich fördert die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems und verbessert die Kapilliarisierung (Transport und Aufnahme des Sauerstoffs in der Muskulatur).
    • Bei rein mental verursachten Belastungswerten in diesem Bereich sollte diesen umgehend auf den Grund gegangen werden, um eine psycho-physische Überforderung (Burn-out) zu vermeiden.

 

  • von 79-87% in den „hohen Anstrengungsbereich“ oder Grundlagenausdauerbereich 2 (GA2) an.
    • Dabei läuft der Stoffwechsel vorwiegend im aerob-anaeroben glykolytischen Bereich mit meist steil ansteigendem Laktatspiegel ab.
    • Ein Training in diesem Bereich fördert die wettkampfspezifische Leistungsfähigkeit. Dies sollte jedoch nur einen geringen Teil ausmachen und dann ganz gezielt für die Wettkampfvorbereitung erfolgen – zu umfangreiches Training im GA2 Bereich führt zwar schnell zur Leistungsverbesserung aber auch zu einem frühen Erreichen eines Leistungsplateaus.

 

  • über 88% den „Spitzenbereich“ oder hochintensives Training (HIT) an.
    • Dabei läuft der Stoffwechsel vorwiegend im anaeroben glykolytischen Bereich mit steil ansteigendem Laktatspiegel ab.
    • HIT-Training ist im Ausdauerbereich gekennzeichnet von kurzen (30-60Sek) hochintensiven Intervallen und kurzen Pausen (2-3 fache der Belastungsdauer) in moderater Intensität.
    • Dieses Training wird von Leistungssportlern zur direkten Wettkampfvorbereitung genutzt, um ihre Form zuzuspitzen.
    • Bei ausreichender Ausdauerbasis kann HIT Training aber auch als hocheffizientes Mittel zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Über ein Nachwirken der hochintensiven Einheiten wird der Nachbrenneffekt aktiviert und so auch noch in Ruhe die Fettverbrennung angekurbelt. Ein Training in diesem Bereich sollte jedoch erst nach einer Sporttauglichkeitsuntersuchung erfolgen.

 

  • Im Hochleistungsbereich können diese Zonen anders gestaltet werden.

 

Die Grafik zeigt z.B. den ansteigenden Belastungsverlauf (in den Trainingszonen 1-4)

 

Wie lege ich neue Benutzer an, wie aktiviere ich diese in der App?

Das Anlegen der Klienten erfolgt immer im ABIOS-Webportal…

  • unter der Registerkarte „Benutzer“ ganz oben,
  • dann weiter „Neuen Benutzer erstellen“,
  • hier mindestens: Vorname, Nachname, Geburtsdatum und Geschlecht eingeben,

Wenn bekannt ist, dass der Nutzer sehr sportlich ist bzw. einen niedrigeren Ruhepuls als 60 Schläge pro Minute hat,

  • dann diesen unter „Ruhepuls“ auch angeben…
  • Gewicht und Größe können optional angegeben werden.
  • Dann weiter auf „Speichern“.
  • Es erscheint ein Eingabefeld „+Neues Abios Konto erstellen“
  • Hier dann die Zugangsdaten über eine neue E-Mailadresse und mind. ein 6 stelliges Passwort eingegeben.

Hinweis: Wenn die eingegebene E-Mailadresse schon im Portal vorhanden ist, kann diese kein weiteres Mal verwendet werden.

Diese Zugangsdaten können dann zum Anmelden im Webportal und in der App verwendet werden.

Das Wechseln des Klienten erfolgt jedoch am einfachsten, wenn man…

  • einen neuen Benutzer angelegt hat und
  • dann ein eigenes Coachhandy verwendet.
  • Damit kann man über seinen eigenen Coach/Owner-Zugang die Benutzer über die Funktion „Einstellungen“
  • weiter auf „Benutzer“ den Klienten auswählen und
  • mit einem zweiten Messhandy den QR Code des Benutzers scannen,
  • damit ist man auf diesem Handy als der neue Benutzer eingeloggt.

Hinweis: Dazu müssen für den neuen Benutzer keine E-Mailadresse und ein Passwort vergeben werden.

Erste Schritte zur ABIOS-Messung

Das benötigen Sie dazu:

  • ein Android-Smartphone (am besten ab Android 7.0)
  • den Downloadlink von ABIOS zur App und
  • einen kompatiblen Herzfrequenz-Messtransmitter (Bluetooth Mess-Hardware)

Und dann kann es losgehen…

  • ABIOS-Messung starten
  • Mess-Hardware (Transmitter und Gurt, Elektroden, Messhirts, Fingersensormessung usw.) anlegen/aktivieren

Für weitere Hinweise können Sie in der App auf das Fragezeichen „?“ (rechts oben) tippen oder im Webportal auf die Funktion „Handout“ (Mitte oben) gehen!

    

Starten Sie die ABIOS-Messung und führen Sie den App-Login durch.

  

Wenn gewünscht, beim Login GPS deaktivieren:

Zur Messhardware-Kopplung links oben auf das MENÜ (3 Balken neben ABIOS) tippen oder seitlich swipen, „EINSTELLUNGEN“ und danach „SENSOR KOPPELN“ auswählen:

„SUCHE STARTEN“

Messtransmitter aus Liste auswählen (auf einen der verfügbaren Sensoren tippen)

Nach erfolgreicher Kopplung kann über die Ein/Aus-Hauptfunktion (Schieberegler oben rechts) die Messung gestartet werden.

Bei gutem Hautkontakt und Ladestatus verändert sich der Hauptschalter rechts oben von weiß blinkend auf grün mit Hackerl.
Im Diagramm sind nach wenigen Sekunden die ersten Live-Ergebnisse (Balken und Messwerte) sichtbar.

Was tun bei Kopplungproblemen der Messhardware (Bluetoothkopplung)?

Bei einer Bluetooth-Kopplung könnte es zu Problemen kommen, wenn der Mess-Gurt (Fingersensor etc.) bereits von einem anderen Bluetooth-fähigem Gerät erfasst worden ist und eine Kopplung hergestellt hat.

  • Es hilft, wenn man zum Koppeln in einem Bereich geht, wo keine sonstigen Bluetooth Geräte aktiv sind.
  • Es könnte auch eine spezielle Einstellung im Betriebssystem (durch ein Update etc.) bei manchen Handys das Koppeln erschweren.
    • Es kann helfen, dazu die aktuellste ABIOS App zu installieren:
      • dazu bitte links oben in der ABIOS App auf das Menü tippen, dann weiter zu „HILFE“ gehen,
      • dann ganz nach unten auf die Funktion „AUF UPDATES PRÜFEN“ gehen und „NACH AKTUALISIERUNGEN SUCHEN“ und dann die neueste App-Version herunterladen und installieren,
      • oder über den App-Download-Link: https://updates.abios.eu/release die aktuellste App am Handy installieren
      • dann das Handy neu starten – dann sollte wieder alles funktionieren!

Da es auf den meisten Android-Handys verschiedene Betriebssysteme gibt, bzw. es nach deren Updates es hin und wieder zu Kopplungsproblemen etc. kommen kann, hilft uns ein Fehlerbericht weiter. Wir haben daher eine Funktion eingebaut, die aktiviert werden sollte, wenn in der App etwas nicht ganz so läuft wie gewünscht…

    • dazu bitte links oben in der ABIOS App auf das Menü tippen, dann weiter zu „HILFE“ gehen,
    • dann nach unten auf die Funktion „SUPPORTINFORMATION SENDEN“ und uns bitte per Mail kurz Bescheid geben,
    • dann können wir das Problem leichter nachvollziehen und gezielt Hilfe anbieten.

Die KURZZEIT-MESSUNG

Über die ABIOS App können Sie auch sehr einfach eine KURZZEIT-MESSUNG vornehmen.

HINWEIS: Mit dieser Messung kontrollieren z.B. LeistungssportlerInnen täglich nach dem Erwachen ihren Leistungsstatus und ihr nachfolgendes Training. Auch bei gesundheitsorientierten oder beruflich sehr belasteten Personen eignet sich dieses Verfahren perfekt zur täglichen, wenn geht morgendlichen, Vitalstatuskontrolle!

App-Anwendung

Starten Sie dazu die ABIOS App und gehen Sie über das Pull down Menü oben auf „Kurzzeit“. Starten Sie danach die Messung über den Schieberegler.
Danach kommen Sie zur 3 Minuten Countdown-Startseite.
Tippen Sie darauf und beginnen Sie die KURZZEIT-MESSUNG.

Diese wird mit einem Signalton beendet und automatisch im App-Archiv abgelegt, im Onlinestatus ins Portal übertragen.
Die normale Messung läuft weiter, beenden Sie die Messung über den Schieberegler.

Portal-Anwendung

Im Webportal können Sie sich dann alle KURZZEIT-MESSUNGEN anzeigen lassen und auch den Verlauf ansehen.
Geben Sie dazu im Archiv bei „Suchtext eingeben“ den Begriff „kurz“ ein und Sie bekommen alle KURZ-MESSUNGEN gelistet.

Eine detaillierte Suche können Sie auch über „Erweiterte Suche einblenden“ aktivieren.

HINWEIS: Für Web4trainer-Anwender kann die KURZ-MESSUNG auch automatisiert ins Web4trainer-Portal übertragen werden.
Melden Sie sich dazu über Ihren Coach oder unter office@abios.at an.

Die LANG-ZEIT-MESSUNG – und wie kann ich mein Training mit der ABIOS Diagnostik optimieren?

1.) Das Training kann man über die Funktion „Belastung“ in der ABIOS App optimieren!

Über die Aktivierung der Funktion „Belastung“ in der App ist es sehr einfach möglich immer im richtigen Belastungsbereich zu trainieren!

Ein akustisches Signal unterstützt, neben der optischen „live-Darstellung“, über die rote Farbscala das Einhalten der richtigen Trainingszone.

Ein aufsteigender Piep-Ton: piep-“piep“ verdeutlicht z.B. den Wechsel vom Regenerations-Kompensationsbereich (ReKom) in den Fettsoffwechselbereich (FB), ein ansteigendes pie-piep-“piep“ vom FB in den Grundlagenausdauerbereich1 (GA1), ein pie-piep-piep-“piep“ in GA2 usw.

Ein absteigender Piep-Ton: z.B. „piep“-piep-piep zeig an, dass man vom GA1 Bereich wieder in den FB-Bereich zurückgekehrt ist.

 

Das Akustische piep-Signal können Sie in den „Einstellungen“ unter „Zonentöne“ deaktivieren und wieder aktivieren.

 

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Interpretation der Messergebnisse

Was wird im App-Live-Feedback angezeigt?

Die Farbe und Höhe des Balkendiagramms zeigen Ihnen Ihren momentanen…

  • Erholungsgrad (vorwiegend parasympathischer Einfluss): Wenn die Balken  vom „grünen“ in den „blauen“ Bereich nach oben wandern,
  • Belastungsgrad (vorwiegend sympathischer Einfluss): Wenn die Balken von „gelb“ auf „orange“ und „lila“ nach unten wandern.
  • Zusätzlich wird Ihnen die Herzfrequenz/min als „Puls“ Wert angezeigt (oben rechts),

Alle Diagrammdarstellungen können über die Schieberegler oben ein- und ausgeschaltet werden.

Statusbereiche:

Die Farben der Balken und Icons gehen von…

„lila“ sehr tief und belastet,

„orange“ tief und eher belastet,

„gelb“ eher normal beansprucht,

„grün“ eher entspannt,

„blau“ sehr entspannt.


 

HINWEIS zur Anwendbarkeit der Diagnostik: Die ABIOS-Verfahren basieren auf sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen und ersetzen keine medizinische Diagnostik und Beratung. Bei medizinischen Problemen kontaktieren Sie einen Arzt!

 

 

Handlungsanweisung bei niedrigen (belasteten) Messwerten

Was tun, wenn die Werte in den Keller gehen?

Es ist völlig normal, dass es bei mentalen und körperlichen Aktivitäten zu tieferen „gelb, „orange“ bis sehr tiefen „lila“ Werten kommt – das ist auch ein Zeichen eines gesunden Organismus, der in der Lage ist, auf alltägliche Situationen zu reagieren.

Gerade bei körperlicher Aktivität wird unser vegetatives Nervensystem sehr aktiv, was sich in niedrigen Werten zeigt. Das ist völlig normal und ermöglicht uns die täglichen Aktivitäten durchzuführen bzw. liefert uns das „sympathische System“ (siehe Wikipedia>>) die Energie für Aktivitäten.

Wenn man sich zu Ruhe begibt bzw. bei Schlafmessungen sollten jedoch mehr Anteile der Werte im oberen Bereich grün – bis blau liegen bzw. über 60% Entspannungsgrad zustande kommen.  Es kann durchaus sein, dass man nach belasteten Tagen eher niedrige Werte hat. Das verkraftet ein gesunder Körper ohne Probleme. Wenn es jedoch über längere Zeiträume zu einem sichtbar eingeschränkten Status kommt, sollte man mit gezielten Erholungsmaßnahmen reagieren und das „parasympathische System“ (Wikipedia >>) stärken.


Dauerhaft niedrige Werte können viele Ursachen haben, die sich aus den Lebensumständen ergeben. Eine große Rolle spielt das berufliche und soziale Umfeld, die Ernährungs- und Schlafgewohnheiten sowie der persönliche Umgang mit Stress in seinen vielfältigen Formen oder auch chronische Erkrankungen und genetische Voraussetzungen.


Da „moderate“ und regelmäßige Bewegung meist eine positive Wirkung auf unseren Organismus ausübt, möchten wir Ihnen ganz einfache Regeln zur richtigen Bewegungsintensität zur Verfügung stellen…

Faustregel I:

Wenig aktive körperliche (Ausgleichs-)Bewegung und ständig niedrige Werte = Mehr körperliche Bewegung im moderaten Bereich (Walking, Jogging, Ausgleichs-Fitnesstraining usw.)


Zielbereiche für Fitness-Training – Berechnungsformeln über die Maximalpulsberechnung:

Männer:  220 – Lebensalter; Beispiel: 50 jähriger Man – 220 = 170 Maximalpuls (max. Herzfrequenz)

Frauen: 226 – Lebensalter; Beispiel: 40 jährige Frau – 226 = 186 Maximalpuls (max. Herzfrequenz)

Zielzone 1 für 2/3 des Trainings: ca 60% des Maximalpulses; Beispiele: 50 jähriger Man: 170 x 0,60 =  102 Trainings- Herzfrequenz; 40 jährige Frau: 186 x 0,60 =  112 Trainings- Herzfrequenz.

Zielzone 1 für 1/3 des Trainings: ca 75% des Maximalpulses; Beispiele: 50 jähriger Man: 170 x 0,75 =  128 Trainings- Herzfrequenz; 40 jährige Frau: 186 x 0,75 =  140 Trainings- Herzfrequenz.


Faustregel II:

Viel aktive körperliche Bewegung und ständig niedrige Werte = Weniger körperliche Bewegung, mehr Enteignungsmaßnahmen (Wellness, Erholung usw.). Für Sportler empfiehlt sich auch eingeschränktes, regeneratives Training und Rücknahme der intensiven Einheiten.


Bei anhaltend niedrigen Werten ist es auch empfehlenswert, einen Gesundheitscheck bei medizinischen und beratenden Institutionen vornehmen zu lassen.