faqpartner2017-01-30T14:25:27+00:00

FAQ für ABIOS PARTNER Diagnostik

 

  • Was bedeuten die Farben der Balken und der Status Icons?

Die Balkenfarbe verändert sich mit dem psycho(mentalen) – physischen(körperlichen) Statuswert…

Die Icons Wolken zeigen den durchschnittlichen Status der jeweiligen Messung an.

  • Kann für meine Beratung die Darstellung der Status-Icons verändert werden?

Ja! Wir bieten unseren Partnern unterschiedliche Darstellungsvarianten aus Mustervorlagen an – kontaktieren Sie uns dazu.

  • Kann für meine Beratung der Feedbacktext zu den Status-Icons verändert werden?

Ja! Wir bieten unseren Partner unterschiedliche Textvarianten an.

  • Was bedeuten die Ring(Kreis)diagramme mit den Prozentwerten auf der linken Seite im Messarchiv?

Die Diagramme zeigen den zeitlichen Anteil der Aktivität an der Dauer der Gesamtmessung an.

  • Kann ich die Aktivitäten auch noch nachträglich unterteilen?

Ja! Unter „Diagramme anzeigen“ können Sie mit der Schaltfläche „Aktivität unterteilen“ (Schneidewerkzeug) einen neuen Marker setzen. Das ist auch im Zoom-Modus möglich.

Hinweise: Eine Teilung ist nur möglich wenn nach der Teilung auf beiden Seiten noch genügend Daten zur Berechnung vorhanden sind! Wenn das nicht der Fall ist bekommen sie die Information „Ein Abschnitt, der durch diesen Schnitt erzeugt wird, hat leider zu wenig valide Messwerte. Bitte wählen Sie einen anderen Schnittpunkt.“

Achtung! Die Unterteilung der Aktivität kann nicht rückgängig gemacht werden.

  • Kann ich für die Smartphone-App als Berater noch zusätzliche Registerkarten oder andere Schaltflächentexte einrichten?

Ja! Als ABIOS Partner können zu den Standardregisterkarten „Arbeit, Freizeit, Sport“  noch weitere Registerkarten mit Aktivitäten eingerichtet werden. Diese werden dann für Ihre Smartphone-App freigeschaltet. Erfassen Sie mit Ihren Patienten/Kunden so noch einfacher die Ihnen wichtigsten Aktivitäten bzw. Interventionsmaßnahmen.

  • Kann ich als Berater den Ruhepuls, Geburtsdatum oder das Geschlecht meiner Kunden nachträglich auch noch ändern?

Ja! Als Coach, Administrator usw. können Sie alle Daten Ihrer Kunden nachträglich unter „Benutzer“ verändern

  • Können Personen mit Herzschrittmachern eine Messung mit dem ABIOS System vornehmen?

Nein!

  • Ich sehe keine Daten wenn ich ins Webportal oder Smartphone-Archiv  einsteige?

Warten sie einige Sekunden bis die Seite aufgebaut ist (das ist abhängig von Ihrer Internetgeschwindigkeit)

 

  • Kann ich auch im Flugmodus messen?

Ja! Die gesamte Messung kann im Flugmodus (aber nur bei eingeschalteter Bluetooth-Verbindung) erfolgen.

Für den Login, die Neueinlage eines Anwenders und für die Auswertungsfunktion (Archivfunktionen) muss man aber eine ausreichend gute Online-Verbindung (Wifi, W-Lan, Internetverbindung) herstellen.

  • Was soll ich bei zu vielen Messfehlern bzw. abnormen Messergebnissen tun?
Mögliche Probleme Mögliche Maßnahmen
schlecht sitzende Elektroden Messung wiederholen, Elektroden auf trockene Haut geben
Kunststoff-Bekleidung (führt zu Ladungsaufbau und Entladungen) Baumwolle bzw. 100% Naturfaser tragen
Medikamenteneinfluss Keine Interpretation möglich
Herz-Rhythmus-Störungen oder sonstige Kardiale Probleme Keine Interpretation möglich, Weiterleitung zu ärztl. Untersuchung

 

  • Gibt es auch schon Erfahrungswerte zur Beurteilung bzw. Analyse der HRV bei Menschen, die unter dem Einfluss von Medikamenten wie: Beta-Blockern, Sedativa, Psychopharmaka stehen?

Es gibt einige Studien dazu, anbei ein Link zu einer Auflistung von Fr. Dr. Löllgen…

 http://www.hrv24.de/pdfs/Deborah-Loellgen-Medikamente-und-HF_HRV-Herzratenvariabilitaet-Herzfrequenzvariabilitaet-2011.pdf

Es bedarf daher auch einer kurzen Anamnese bzgl. Erkrankung und Medikamenteneinnahmen beim Einsatz der Diagnostik. Dabei sind dann jedoch nur die Psycho-Pharmaka usw. interessant die eine Verbesserung der HRV-simulieren. 

  • Ich hatte viel Stress und hab jetzt doch gute Werte?.

Siehe Untersuchung zur Herzratenvariabilität unter Stress- und Entspannungs-Bedingung…

 Die Versuchspersonen waren nach der Stressbedingung vegetativ offenbar entspannter als nach der Entspannungsphase. Der Stresslevel der Probanden sank also unmittelbar nach Beendigung der Aufgabe, aber bereits vor Aufklärung der Tatsache, dass die Anagrammaufgaben nicht lösbar waren. Eine mögliche Erklärung stellt der sog. Rebound-Effekt dar, eine Gegenreaktion des ANS, die nach einer Verschiebung des sympathisch-parasympatischen Gleichgewichts, schnell wieder die Balance herstellt und so die Reaktions- bzw. Adaptionsfähigkeit des Organismus wieder herstellt. Außerdem lässt sich dieses Ergebnis in eine Reihe von Befunden zum Angstverlauf in Prüfungssituationen einfügen, die zeigten, dass nach Prüfungssituationen die subjektiv empfundene Angst (Jacobs, 1981) wie auch körperliche Beschwerden (Scheer & Zenz, 1973, zitiert nach Lukesch, 2006) absanken. Somit kann angenommen werden, dass auch im vorliegenden Experiment dieser Effekt eingetreten ist.

Siehe Studie: Erlangen 2007-2008, Universität Regensburg, Institut für experimentelle Psychologie, Lehrstuhl: Prof. Dr. H. Lukesch, PWP: Empirische Erhebungen zum Bereich der Medien- und Gesundheitspsychologie, WS 2007/2008

  • Junge bzw. gesunde Sportler liefern ja andere Messwerte als therapierte Personen. Wie bewertet man diese Messergebnisse, die Analyse innerhalb einer Altersgruppe erfolgt auf der Basis gesunder Probanden, oder?

Ja, da gibt es ganz große Unterschiede. Die Werte verändern sich im Altersgang d.h. je älter wir werden umso geringer wird die Schwankung der Herzraten, gleiches passiert bei Krankheit und Überlastung oder bei Personen mit einem Sportherzen.

Ein gutes Diagnosesystem berücksichtigt daher immer die altersspezifischen und die durch Sport veränderten Werte. Empfehlungen zum Belastungsgrad sollten immer nur auf einer soliden Datenbasis die Rücksicht auf individuelle Ausprägungen nimmt erfolgen.

  • Ich habe keine gute WLan-Verbindung für die Datenübertragung am Smartphone, ist das ein Problem?

Die Übertragung von Kurzzeitmessungen (wenige Minuten) sollte in jedem Fall ohne Probleme funktionieren, da die Datenmenge sehr gering ist.

Für den Upload der Langzeitmessungen und die Detaildarstellung der Daten im Internetbrowser bzw. zum Ausdrucken der Werte sollte jedoch eine gut funktionierende Verbindung vorhanden sein.

 

  •  Was ist die Herz-Raten-Variabilität(HRV)

Die Basis zur ABIOS Diagnostik liefert das Phänomen Herz-Raten-Variabilität!

 Die HRV oder Herz-Raten-Variabilität bildet die Beat-to-Beat-(R-R) Variation des Herzens ab.

Die Diagnostik der HRV ist ein lange bekanntes Kontrollverfahren, das bereits in der chinesischen Medizin zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Patienten angewandt wurde. Die „Heart-Rate-Variability“ (HRV) Diagnostik ist aber auch das Verfahren der Zukunft und wird in vielen Bereichen die bisherige, unspezifischere Herzfrequenzdiagnostik ablösen oder ergänzen!

Bereits im 3. Jahrhundert erkannte der chinesische Arzt Wang Shu-he, dass ein variabler Herzschlag ein Zeichen für Gesundheit ist. Er dokumentierte dies in seinen Schriften „Mai Ching – The Knowledge of Pulse Diagnosis“. Gerne werden ihm in diesem Zusammenhang auch die Worte in den Mund gelegt: „Wenn das Herz so regelmäßig wie das Klopfen eines Spechtes oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von 4 Tagen sterben“. Da es jedoch noch keine Messinstrumente, wie beispielsweise Stethoskop oder EKG gab, musste der Arzt sich sehr sensibel auf die Erfassung des Zusammenspiels der Körpersignale eines Patienten einstellen, um eine Krankheit daraus diagnostizieren zu können.
Wie damals, wird auch aktuell der HRV-Diagnostik sehr große Beachtung geschenkt. Anhand der Schwankungsbreite der einzelnen Herzaktionen kann der Gesundheitszustand und die aktuelle Leistungsfähigkeit genau beurteilt werden. Die individuelle Analyse und Interpretation bedarf moderner Hardware- und Softwarelösungen.
Eine große Schwankungsbreite zwischen den einzelnen Herztakten weist auf einen hohen Leistungsstatus hin. Ein starrer, sehr regelmäßiger Herzschlag zeigt hingegen einen gestressten, überlasteten oder auch kranken Zustand an.

 

  •  Was kann eine HRV-Messung was eine Pulsmessung nicht kann?

Was ist der Unterschied zwischen der Herzfrequenz- (Puls) und der Herz-Raten-Variabilitäts- (HRV) Messung“ oder „was kann die HRV was die Pulsmessung nicht kann“?

Die Herzfrequenz- oder Pulsmessung basiert auf der Erfassung der Herzfrequenz pro Minute. Somit wird die durchschnittliche Herzfrequenz pro Minute wiedergegeben. Die Herzfrequenz liefert gerade für sportliche Aktivitäten eine sehr gute Richtgröße. Durch die Bestimmung von bestimmten Zielbereichen kann sie zur Trainingssteuerung im Gesundheits- als auch Leistungsbereich eingesetzt werden.. Niedrig intensive Bereiche welche meist unter 140 Herzschlägen pro Minute liegen werden vielfach für Basis oder Grundlagentraining vorgegeben, intensivere Bereiche werden für bestimmte leistungssportliche Ziele vorgegeben. Sportler absolvieren dazu spezielle Leistungstests, bei denen die individuellen Herzfrequenzen  für die Zielbereiche bestimmt werden.

Anders verhält es sich mit der Herz-Raten-Variabilität (HRV). Diese ist ein Indikator dafür, wie gestresst wir gerade sind und wie unsere Erholungskapazität aussieht. Je fitter und entspannter wir sind, desto unregelmäßiger schlägt das Herz. Diese Unregelmäßigkeiten erfolgen jedoch in einem Bereich von Millisekunden, die für uns nicht spürbar sind. Sind wir jedoch körperlich oder mental belastet, schlägt das Herz regelmäßiger. Auslöser für die Schwankungen zwischen den einzelnen Herztakten ist vorwiegend unser vegetatives Nervensystem (NVS). Dieses NVS stellt die Verbindung vom Herz über das Rückenmark zum Gehirn dar. Dabei kommen über den „Sympathikus“ unseren Leistungsnerv Impulse, die das Herz schneller schlagen lassen, im Gegensatz dazu bremst der Parasympathikus, unser Ruhenerv, die Herztätigkeit. Da beide Nerven normalerweise im ständigen Wechselspiel sind, variiert unser Herzschlag. Erst wenn wir unter Belastung sind und vorwiegend der Sympathikus aktiv ist wir der Herzschlag gleichmäßiger. Der Sympathikus verursacht die Beschleunigung des Herzens wenn es zu körperlichen oder/und mentalen Aktivitäten kommt. Da dieser Tempomacher und auch sein Gegenspieler der Parasympathikus sehr fein reagieren und im Millisekundenbereich die Herztätigkeit verändern, kann man über die HRV sehr genau feststellen ob sich jemand entspannt, konzentriert oder auch körperlich belastet. Damit ist die HRV im Vergleich zur Herzfrequenz/min eine sehr sensible und aussagekräftigere Messgröße.

Die  grafische Darstellung illustriert eindrucksvoll die Puls-  und HRV Messung, die mit einer Testperson während der Analyse eines TV-Berichtes durchgeführt wurde. Die Informationen der Pulsmessung spiegelt die blaue Linie wieder,die Balken von lila bis grün illustrieren die HRV-Messung. Sie zeigt die live-Reaktion der Testperson auf den Bericht:Im ersten Drittel liegt der Puls bei 53 Herztakten/min, im mittleren und letzten Drittel bei je 45 Herztakten/min. Schaut man sich nur den Puls an, würde man vermuten, dass der Beginn des TV-Berichts spannender war  als im 2. und 3. Teil, da hier der Puls höher ist.  Weiss man aber um die Einflüsse das NVS und betrachtet man die HRV, dann zeigt sich, dass speziell im mittleren Teil eine sehr geringe Schwankung der Herzfrequenz gegeben ist. Zu Beginn und am Ende des Berichtes war die Person daher entspannter als im mittleren Teil. Was auch klar über den Balkenverlauf ersichtlich ist. Die Darstellung verdeutlicht sehr gut wie schnell ein gesunder Organismus auf leichte Belastung reagiert und danach sofort wieder in den entspannten Zustand kommt. Damit kann über das ABIOS-Verfahren mit einer exakten Vermessung der Herz-Rhythmen sehr schnell bestimmt werden ob eine Aktivität entspannend ist oder nicht.

Wichtige Aussagekraft hat dabei auch das Anstiegs-Verhalten der HRV nach diversen Belastungen. Zeigt sich in der HRV nach einer Belastung ein Anstieg der Variabilität ist alles ok! Dauert es hingegen nach einer Belastung ein paar Stunden, is sich wieder eine gute Variabilität zeigt, so ist zu vermuten, dass bereits eine starke Vorermüdung bzw. Überlastung gegeben ist. Kommt es auch nach einer längeren Schlaf- und Erholungsphase zu keinem nennenswerten Anstieg der Variabilität, so liegt vermutlich eine chronische Überlastung mit vegetativer Funktionsstörung vor. Mit der Live-Messung kann das sehr genau kontrolliert und je nach Schweregrad auch wieder korrigiert und kontrolliert werden. Eine reine Pulsmessung wäre dafür nicht ausreichend und würde gerade im Hochleistungssport zu verfälschten Ergebnissen führen. Die präzise Erfassung der HRV und eine übersichtliche Feedbackfunktion erlaubt daher einen viel breiteren Einsatz der mobilen Diagnostik!

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