Die Sportler und Trainer von „Bora-hansgrohe“, eines der besten Radteams weltweit, setzen seit Jahren, unter dem Motto „ride.natural“ auf die ABIOS Diagnostik!

Wir konnten mit Helmut Dollinger, Coach und Sport Direktor bei Bora-hansgrohe ein Interview führen!

Steckbrief Helmut Dollinger:

Laufbahn:

• Früher selbst Radrennfahrer bei verschiedenen österreichischen Top Teams wie Bosch Hausgeräte Mattighofen oder Stabil Graz bis 2002
• Trainer seit 2001 (Langlauf, Radsport und Triathlon)

Alter: 49

Wohnort: Angath bei Wörgl in Tirol

Familienstand:

• Verheiratet mit Eva Dollinger, ehemalige erfolgreiche österreichische Profi Triathletin, Olympiastarterin
• 3 Kinder

Interview:

A.K.: Helmut du bist ja schon lange als Trainer aktiv, hast mit Web4trainer eine eigene Coachingplattform entwickelt und wurdest vor 2 Jahren bei Bora-hansgrohe als Trainer engagiert. Du betreust dort einige der besten Fahrer im Team. Die Mannschaft zählt ja inzwischen zu den führenden internationalen Rad-Teams, vergleichbar mit Bayern München, Real Madrid im Fußball. Du bist damit auch einer der erfolgreichsten österreichischen Radtrainer. Wie ist es, für ein Team in der Oberliga des Radsports zu arbeiten?

H.D.: Einer von 3 Coaches im Worldtour Team Bora-hansgrohe zu sein ist natürlich ein Traum für jeden Radsporttrainer! Ich trainiere bereits seit 2016 Patrick Konrad. Durch seine guten Erfolge wurde die Teamleitung auf mich aufmerksam und ich wurde beauftragt für die Saison 2016/2017 ein Trainerteam aufzubauen. Ein absoluter Glücksgriff für unser Team war es natürlich, dass ich mit meinem Freund und Kollegen Dan Lorang einen sehr kompetenten Kollegen für unser Trainerteam gewinnen konnte!

A.K.: Wie machst Du das mit Deiner Familie, sehen die Dich überhaupt bei den vielen Trainingscamps und internationalen Wettkämpfen, wenn es keine Heim WM gibt?

H.D.: Ich bin ca. 100 Tage im Jahr mit dem Team unterwegs! Da ich sonst von zu Hause aus arbeiten kann hat die Familie sicherlich nicht das Gefühl, dass sie mich gar nicht sehen;-) für mich sind die Reisetage überhaupt nicht anstrengend, weil ich einfach mein Hobby zum Beruf machen konnte!

A.K.: Jetzt ist es aber auch so, dass nicht nur für dich als Coach das Reisen ein Thema ist, gerade die Fahrer selbst müssen immer wieder den Jetlag verkraften und auch noch ihr Training absolvieren, zusätzlich sollten sie dann bei den Rennen top fit am Start stehen, wie macht ihr das?

H.D.: Natürlich mit hoffentlich guter Trainingssteuerung. Wobei wir auch das von ABIOS entwickelte HRV Coaching in die Planung einfließen lassen. Unsere Radprofis sind schon so gut damit vertraut, dass sie selbst sehr gut damit umgehen können und mich mit ihrem Feedback super unterstützen können. Es verwenden ja nicht alle bei uns im Team die HRV Steuerung, jedoch sehen wir schon einen eindeutigen Unterschied zwischen betreuten und nicht betreuten Athleten!

A.K.: Ihr verwendet ja neben dem besten technischen Equipment auch trainingswissenschaftliche Tools, darfst Du uns dazu etwas erzählen?

H.D.: Leistungsmessung ist ja mittlerweile im Radsport nicht mehr wegzudenken! Wir steuern das Training damit. Der wichtigste Kontrollmechanismus ist jedoch die Analyse der Wettkampfdaten. Damit wird jedes Rennen im Prinzip zu einem Leistungstest und wir sehen genau ob die Fahrer ihre Möglichkeiten ausschöpfen konnten!

A.K.: Bora-hansgrohe setzt zusätzlich zu diesen Steuerungs- und Kontrollinstrumenten auch auf die Technologie von ABIOS, wie nutzt Ihr dieses Verfahren und welche Vorteile bringt es Euch?


H.D.: Die HRV Steuerung habe ich ja oben schon erwähnt. Wir waren vor der Einführung des HRV coachings über die ABIOS-Diagnostik 2017 die Nr. 8 im Worldtour Ranking und 2018 haben wir uns auf den dritten Platz verbessert! Natürlich ist das nicht nur der HRV Steuerung zuzuschreiben, jedoch ist es schon deutlich zu sehen, dass die Athleten weniger Infekt gefährdet und einfach leistungsfähiger sind!


A.K.: Hast Du vielleicht noch ein paar Tipps für Nachwuchsfahrer, die in die Formel 1 des Radsports möchten? Was sollte man tun, um auf das Niveau zu kommen und um einen der heiß begehrten Teamplätze zu bekommen?

H.D.: Das wichtigste ist auf jeden Fall eine große Portion Talent… dann kommt viel Fleiß und Durchhaltevermögen dazu und dann einfach Jahr für Jahr an den Schwächen arbeiten und natürlich die Stärken nicht vergessen. Sucht euch einen erfahrenen Trainer, der euch auf dem langen Weg gewissenhaft und ohne große Experimente begleitet!

Das Interview mit Helmut Dollinger wurde geführt von Anton Kesselbacher, CEO ABIOS GmbH