Nach einer Routineuntersuchung bekam ich eine Diagnose übermittelt, die mich ziemlich beschäftigt hat. Dabei ist es momentan in der Arbeit stressig genug!

Im Jänner war dann klar, ich muss mich operieren lassen, die Diagnose ist nicht lebensgefährlich, ein Eingriff allerdings notwendig, so schnell wie möglich. Laut Chefarzt handelt es sich um eine reine Routineoperation, natürlich! Naja, ich darf trotzdem nervös sein… Zur Vorbereitung bekomme ich auch Lesematerial, das mich über die Risiken des Eingriffs sowie mögliche Gefahren der geplanten Vollnarkose informieren soll. Das alles muss man mit gesundem Menschenverstand zur Kenntnis nehmen und relativieren, sonst würde man wahnsinnig werden. Es ist lange her, aber „Statistikvorlesung“ sei Dank😉, also reiner Routineeingriff… wird schon schief gehen.

Der Termin war dann Ende März, 3 Monate nach der Diagnose. Weil ja der Terminkalender für die nächsten Monate schon so voll war und ich mich so spontan auch nicht einfach von der Arbeit abziehen kann. Drei Monate sind genug Vorlaufzeit um sämtliche Aktivitäten für ca. 2-3 Wochen auf Eis zu legen.

Am Wochenende vor der OP versuche ich mich zu entspannen, ich kann ohnehin nichts tun, ich vertraue ganz dem Team im Krankenhaus. Meine Anspannung kann ich meinem kleinen Antistress-Helferlein, der ABIOS-App allerdings nicht verstecken, es ist nicht zu übersehen….

Ich verwende die App normalerweise, um in meinen zwar superinteressanten aber oft auch fordernden Job nicht über meine Grenzen zu gehen.

Dann war es soweit, die OP an einem Dienstagmorgen. Ich kann mich noch erinnern, meine letzten Gedanken kreisten um die Arbeit, wann bin ich wohl wieder fit…

Die OP verläuft soweit ohne Komplikationen, ich bekomme nichts mit, die Vollnarkose hat ihren Dienst erfüllt. Am ersten Tag fühle ich mich ziemlich niedergeschlagen, ein sehr unangenehmer Zustand. Schmerzmittel helfen mir wieder langsam auf die Beine zu kommen. Ich hab`s mir zwar vorgenommen, eine Messung konnte ich in der ersten Zeit aber dennoch nicht machen, da fehlte mir der Bewegungsfreiraum. Aber am vierten Tag, nachdem mich der Chefarzt aus dem Krankenhaus entlassen hat, mache ich meine erste Messung. Wie erwartet ist der Zustand sehr schlecht, drei Tage viel mentaler Stress, kaum Bewegung….

Es gibt ein paar gute Ratschläge auf dem Weg, ich soll mich nicht anstrengen und alles langsam angehen. Erstaunlicherweise sind die Gedanken kaum bei der Arbeit, es gibt tatsächlich wichtigere Dinge im Leben… Nach einer Woche fühle ich mich wieder ok, allerdings sagt mir mein ABIOS etwas anderes. Auch nach zwei Wochen noch keine wesentliche Verbesserung! Nach drei Wochen immer noch ähnlicher Zustand, was ist los?

Ich mache mir natürlich Sorgen, messe öfters als sonst, beschließe dann aber die unfreiwillig gewonnene Freizeit und das schöne Wetter zu genießen. Aber irgendwie bin ich unsicher, ich fühle mich ja auch schon viel besser, liegt ABIOS vielleicht falsch? Dann aber plötzlich in Woche vier sind meine Werte wieder fast wie vor der OP, ich spreche mit meinem Arzt darüber und er bestätigt mir, dass ich nach einer OP natürlich die Geduld aufbringen muss, auch wenn ich mich gut fühle, mein Organismus braucht einfach Zeit sich wieder von der OP zu regenerieren.

Es hat sich für mich damit bestätigt, mein Helferlein sagt mir verlässlich wie es mir wirklich geht, auch wenn ich es mir selbst nicht ganz eingestehe… und alles ist gut gegangen. Ich habe sehr großen Respekt vor Ärzten und bin dankbar, dass die OP so super gelaufen ist. Ich gehe natürlich wieder ganz normal arbeiten, die Firma hat es auch ohne mich überlebt. Das zeigt mir, dass man sich also auch so ab und zu die Freiheit nehmen soll und etwas rausnehmen kann. Es gibt auch noch wichtige Dinge im Leben, die nicht immer mit der Arbeit zu tun haben😉.