PLUS INFO2017-03-09T11:39:35+00:00

Was soll ich tun wenn ich Messwerte habe die auf hohen Stress hinweisen?

Grundsätzlich ist es völlig normal, dass wir Stress ausgesetzt sind. Stress wird durch körperliche oder mentale Aktivitäten, Einflüsse von außen hervorgerufen und verändert uns von Geburt an. Diese Veränderung ist aber nicht nur negativ zu sehen. Reize auf unseren Organismus führen dazu, dass wir uns entwickeln, uns an Umwelteinflüsse anpassen, lernen und immer weiterentwickeln. Ein sehr gutes Beispiel sind Sportler die durch regelmäßige und gezielte körperliche Reize ihre Leistung step-by-step verbessern und so imstande sind, Außergewöhnliches zu vollbringen.

Zu Problemen kommt es erst wenn die Reize für uns zu hoch sind, zu lange andauern oder in zu schneller Abfolge wiederkehren – das führt zu chronischem Stress. Der gesunde Mensch ist sehr gut in der Lage mit Stressreizen umzugehen. Wenn diese aber eben zu intensiv sind kommt es zur sogenannten Überlastung, Burn-out oder im Sport zum Übertraining.

Genau hier setzt ABIOS mit seinen Verfahren an – die ABIOS Verfahren zeigen die Belastung auf den Organismus an. Da aber jeder Mensch sehr individuell auf Stress reagiert gibt es keine Grundregel wie hoch die Belastungsverträglichkeit für den Einzelnen ist. Mit den Messergebnissen von ABIOS kann man jedoch sehr gut eine Selbsteinschätzung vornehmen und mehr über seine eigene Belastungsverträglichkeit erfahren.

Beispiel 1

Du hast tagsüber, durch berufliche, private oder sportliche Herausforderungen sehr viel Stress bist hohen Belastungen ausgesetzt und hast somit auch oft sehr niedrige Werte auf der ABIOS-Entspannungs-Skala?

Hinweis: Wenn Du dann bei Ruhemessungen oder bei Deiner Schlafmessung mindestens Entspannungswerte von über 60% erreichst liegt kein schwerwiegendes Problem vor – der Organismus hat genug Freiräume um sich zu entspannen.

Beispiel 2

Du hast, wie bei Beispiel 1 sehr viel Stress und zusätzlich auch immer wieder schlechte Schlafmessungen (Entspannungswerte unter 60%)?

Fazit: Nimm Dir hin und wieder eine Auszeit und schalte ein paar Tage (Wochenende) ab. Hinweis: Wenn Du merkst, dass selbst nach dieser Auszeit die Messwerte auf einen hohen Belastungsbereich mit sehr niedrigen Entspannungswerten hinweisen ist Handlungsbedarf gegeben.

Dabei können oft sehr einfache Maßnahmen große Wirkung entfalten…

Neben aktiver Erholung, Sport, Fitnesstraining, Wellnessurlaub usw. sind oft kleine Veränderungen sehr wirksam.

Schlafverhalten ändern…

  • Der Schlaf ist unsere wichtigste Erholungsmaßnahme und sollte daher besonders beachtet werden. Wenn die Messwerte kontinuierlich auf einen geringen Erholungsgrad hinweisen (auch tagsüber) sollte man zuerst die Schlafsituation überprüfen.
    • 7-8 Stunden sollte der Mensch schlafen, unter Umständen früher zu Bett gehen (der Schlaf vor Mitternacht ist dabei sehr wichtig).
    • Schlafsituation kontrollieren: Das ist mit der ABIOS Messung sehr einfach. Verändere Deine Schlafumgebung, Matratze, Bettausrichtung, Verdunkelung, Lärmreduktion, räumliche Veränderung usw. und Du kannst alles sehr einfach über die Messung austesten – Ziel muss sein mindestens 60% Entspannungswert über einen Zeitraum von 7h Schlaf zu erreichen.
    • Tagsüber power napping (15-20Minuten) unterstützt zusätzlich.

Fazit: Vor 24Uhr ins Bett, 7h Schlaf, Schlafumgebung optimieren!

Drink- und Ernährungsverhalten überprüfen, ändern…

  • Neben einer grundsätzlich gesunde Ernährung mit ausreichend Vitamin- und Mineralstoffaufnahme spielt für die Erholung und Stressresistenz auch die Menge der Speisen, zum jeweiligen Zeitpunkt eine große Rolle.
    • Sehr spät am Abend schwere Kost oder große Mengen zu sich zu nehmen führt leicht zu Schlaf- und damit Erholungsproblemen.
  • Gleiches gilt für das Trinkverhalten: Wenn man den ganzen Tag viel Kaffee trinkt, zu wenig Wasser aufnimmt, bekommt man am Abend Durst, trinkt die benötigte Wassermenge zu spät und muss zwangsweise in der Nacht zur Toilette – das stört wieder den Schlaf.
  • Alkohol beeinflusst auch bereits in geringen Mengen unsere Erholung im Schlaf – das tägliche Bier zur Beruhigung oder Glaserl Wein ist für eine gute Erholung nicht optimal.

Fazit: Hochwertige Ernährung, gleichmäßig verteilt über den Tag, regelmäßig trinken, keine großen Mengen zu später Stunde, Alkohol passt mit wirklicher Erholung nicht zusammen!

 

Rauchen hat großen Einfluss auf die Entspannungsfähigkeit – bereits eine Zigarette verzögert die Erholung um einige Stunden.

Fazit: Rauchen ist auch Gift für unsere Erholungsfähigkeit!

 

Sportlich Aktivitäten sind gesund und unterstützen die Erholungsfähigkeit – sofern man ein paar Grundregeln beachtet:

  • Keine abrupten (seltenen) Aktivitäten mit hohen Intensitäten – regelmäßiger Sport 3-5mal pro Woche zwischen 30 und 50min ist optimal. ABIOS hat dazu die Anzeige für die Trainingsbereiche (Belastungsmodus) eingebaut. Trainieren sie hier bis maximal im GA1 Bereich.
  • Keine hohen Belastungen zu später Stunde – spät abends, kurz vor dem Schlafengehen ins Fitness-Studio führt zu Ein- und Durchschlaf-Problemen und erhöht unser Stress-Situation.

Fazit: Regelmäßiger Sport, mit moderater Dauer und Intensität sowie mit genügend Abstand zum Schlaf (3h) ist optimal!

 

Bewegung, auch abseits sportlicher Aktivitäten ist wichtig für unsere Fitness und damit die Erholungsfähigkeit.

  • Kleine Veränderungen im Büroalltag führen zur Verbesserung der Durchblutung und unseres Bewegungsapparates. Immer wieder ein paar Schritte gehen, Liftfahren vermeiden, Meetings im Stehen abhalten, mit dem Rad zur Arbeit, kleine Besorgungen zu Fuß durchführen verändert nicht nur unsere Haltung, sondern verbessert auch die Regeneration.

Fazit: Bewegung bringt`s!

 

Dieser kleine Auszug an Möglichkeiten  kann bereits große Wirkung auf Deine Messwerte haben. Es ist zwar nicht leicht sich von „lieben“ Gewohnheiten zu verabschieden, aber auch hier hilft ein Beispiel aus dem Sport: Wenn ein Leistungssportler etwas an seiner Technik, Kraft, Schnelligkeit usw. verändern möchte muss er die neue Form über mindestens 3Monate konstant trainieren, damit diese automatisiert wird.

 

Wichtigstes Fazit: Du kannst immer was verändern – zieh es 3 Monate durch, dann ist es ein Teil von Dir – fällt leicht oder wird zu einer guten Gewohnheit und bringt Dir Resilienz, Vitalität und Energie!

 

Hinweise: Solltest Du über einen längeren Zeitraum in Ruhe oder bei Unwohlsein und kränklichen Status sehr hohe Belastungswerte messen empfehlen wir ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus ist eine regelmäßige ärztliche Untersuchung die Basisvoraussetzung für Sport- und Fitnesstraining sowie auch zur Früherkennung von gesundheitlichen Risikofaktoren.

Die Auswertungen und Empfehlungen basieren auf sportwissenschafltlichen Erfahrungen und Erkenntnissen und ersetzen keine medizinische Diagnostik und Beratung!

Wo sind die Grenzen-Abstufungen der Entspannungsbereiche?

Die Skala der Entspannungsbereiche geht von 0-120% 

Werte zwischen 0% und 100% ergeben altersgemäße Erholungsbereiche – Werte über 100% zeigen eine sehr entspannten Zustand und zugleich einen fitteren Level als der Durchschnitt der jeweiligen Altersklasse an.

Aus den normalen Auswertungen der ABIOS Diagnostik ergeben sich folgende Bereiche des Erholungsgrades…

  • zwischen 101 % und 120 % „sehr hoch und fit“           (sehr– Entspannt und fitter als der Durchschnitt Deiner Altersklasse)
  • zwischen 81 % und 100 % „sehr hoch“                            (sehr– Entspannt)
  • zwischen 70 % und 80 % „hoch“                                       (hoher Erholungsgrad – eher Entspannt)
  • zwischen 47 % und 69 % „normal“                                   (normal Erholungsgrad – normaler Status)
  • zwischen 28 % und 46 % „niedrig“                                   (geringer Erholungsgrad – eher gestresst)
  • zwischen 0 % und 27 % „sehr niedrig“                             (sehr geringer Erholungsgrad – gestresst)

 

Die Verteilung der Entspannungsbereiche wird unter dem Life-Diagramm als Histogramm angegeben…

Beispiel: Pause mit Erholung

Beispiel: Schlaf mit eingeschränkter Erholung

Hinweise:

  • Sollten sehr häufig Werte über 100% erreicht werden ist es ratsam den Ruhepuls (Schlafmessung) zu beachten. Werden hier in einzelnen Zeiträumen Pulswerte unter 60 Schlägen pro Minute erfasst sollte dieser Wert im Profil unter Ruhepuls angegeben werden. Leistungssportler können Ruhepulswerte um die 30Schläge/Min erreichen.
  • Für Leistungssportler können die hier angegebenen Erholungsbereiche auch individualisiert bzw. anders gestaffelt sein.
  • Medikamente (insbesondere Beta-Blocker), neurovegative, Herz-Kreislauf oder sonstige Erkrankungen können die Messergebnisse beeinflussen.

 

 

 

 

Warum sind die Skalen bei Entspannung und Belastung unterschiedlich und ergeben zusammengezählt nicht 100%?

  1. Die Entspannungs-Skala (0 bis 120%) bezieht sich rein auf die Bewertung des Entspannungsgrades und wird über die Herz-Raten-Variabilität (HRV) berechnet!
  2. Die Belastungs-Skala (0 bis >100%) bezieht sich sowohl auf die Bewertung der HRV als auch die Einflüsse des Pulsschlages/Minute.

Das hat folgenden Grund…

Entspannung bzw. eingeschränkte Entspannung kann man sehr gut über die veränderlichen Schwankungen des Herzschlages (HRV) berechnen. Diese Schwankungen gehen aber bei den meisten Menschen ab einem Puls von  120-140Schlägen/Min bzw. einer entprechend höheren körperlichen oder sehr hohen mentalen Belastung gegen  Null. Der Puls kann aber weit darüber hinaus auf (insbesondere bei jungen Menschen) über 200Schläge/Min steigen. Zur Abschätzung der reinen Belastung zieht man daher am besten den Puls/Min heran. Da aber gerade die HRV im Übergangsbereich von Entspannung zu Belastung wertvolle Informationen liefern kann ist eine Kombination der beiden Parameter sinnvoll.

Die ABIOS Diagnostik berücksichtigt beide Indikatoren „HRV“ und „Puls“ in unabhängiger Form. Somit ist die Darstellung der Entspannung (da rein HRV gesteuert) nicht direkt in Bezug zu den Belastungswerten (da HRV und Puls gesteuert).

Die ABIOS Entspannungs-Skala (Musterwerte)…

Die ABIOS Belastungsskala (Musterwerte)…

Beispiele zu Diagnoseergebnissen…

keine Belastung (niedriger Puls + hohe HRV) I sehr hohe Entspannung (hohe HRV)

geringe Belastung (etwas gestiegener Puls + geringe HRV) I eingeschränkte Entspannung (geringe HRV)

hohe Belastung (hoher Puls bei nur 1% HRV) I sehr eingeschränkte Entspannung (nur 1% HRV)

 

 

 

 

Was ist die wissenschaftliche Basis hinter den Berechnungen zu Entspannung und Belastung?

Als Basis dazu dienen wissenschaftlichen Erkenntnisse anerkannter Forschungsinstitute, eigene Forschungen (siehe u.a. Literatur dvs-Schriften) unsere jahrelange Erfahrung in der Entwicklung einer Herz-Raten-Variabilitäts-Diagnostik (HRV) und unser Know-how in der Algorithmen und Software Entwicklung.

Die jahrelange und individuelle Anpassung an die Herausforderungen unserer Kunden, Sportler und Partner hat dazu geführt, dass wir nicht den klassischen Weg gefolgt sind und z.B. vorwiegende frequency domain analysis zur Beurteilung heranziehen. Unsere Auswertung basiert unter anderem auf time domain analysis und eigenen Algorithmen. Die HRV-Parameter dazu finden Sie im Webportal auch unter der Registerkarte „Statistics“.

Für die Auswertungen zu „Belastung“ und „Entspannung“ wurden umfangreiche Screenings-, Analyse- und Berechnungsverfahren entwickelt und eingesetzt welche…

  • eine Artefakterkennung und -behandlung ermöglichen,
  • eine valide, alters- und leistungsabhängige Berechnung sicherstellen,
  • Echtzeitdarstellungen in der App ermöglichen und
  • die Darstellung von psycho-physischen Beanspruchungen lokal, auf der jeweiligen Position und unter Bewegung

ermöglichen.

Kann mentaler und körperlicher Stress getrennt erfasst werden?

Zum Thema der isolierten Betrachtung von mentalen und physischen Stress können wir eine Lösung über die Aktivitätserfassung in der App, ein Postionstracking und die Bereitstellung der beiden Indikatoren „Belastung“ und „Entspannung“ zur Vefügung stellen.

Wissenschaftlich gesehen ist es schwierig zu beantworten wo hört mentaler Stress auf und wo beginnt physische Belastung. Auch bei scheinbar reine mentalen Stress reagiert unser Organismus mit physiologischen Prozessen (Atmungs- und Pulserhöhung, Katecholamin Ausschüttung usw.). Im Gegenzug kann eine sehr moderate körperliche Bewegung zu entspannten geistigen Prozessen führen die passiv bzw. in Ruheposition nur schwer erreichbar sind.

Wir haben uns diesem Phänomen genähert indem wir ein neues Berechnungsverfahren entwickelt haben, das Rücksicht auf Alter und Fitnessgrad nimmt und die Erholungs- oder Belastungswerte über GPS-Tracking auf der jeweiligen Position bereitstellt. Zusätzlich kann über die App die Tätigkeit sehr genau erfasst und archiviert werden. Damit wird eine getrennte Analyse der Auswertungen zu mentalen und körperlichen Belastungen erleichert.

Vom Trend her wird mentaler Stress in den Auswertungen unter „Entspannung“ dargestellt und körperliche Beslastung unter „Belastung“. Die Grenzen sind aber immer gleitend. So ist bei körperlicher Beanspruchung auch oft eine mentale Anspannung(Konzentration) gegeben und umgekehrt bei mentaler Beanspruchung körperliche Spannung gegeben.

Was soll ich bei zu vielen Messfehlern bzw. abnormen Messergebnissen tun?

Mögliche Probleme Mögliche Maßnahmen
schlecht sitzende Elektroden Messung wiederholen, Elektroden auf trockene Haut geben
Kunststoff-Bekleidung (führt zu Ladungsaufbau und Entladungen) Baumwolle bzw. 100% Naturfaser tragen
Medikamenteneinfluss Keine Interpretation möglich
Herz-Rhythmus-Störungen oder sonstige Kardiale Probleme Keine Interpretation möglich, Weiterleitung zu ärztl. Untersuchung

Bei Fingersensormessungen kann es durch Bewegung oder geringer Durchblutung im Finger usw. zu Messfehlern kommen – versuch den Finger ruhig auf der Kameralinse zu halten.

Lies Dir immer auch die Gebrauchsanweisung Deines Messtransmitters durch – da erfährst Du meist was zu tun ist um eine gute Messung vornehmen zu können!

 

 

Ich habe keine gute WLan-Verbindung für die Datenübertragung am Smartphone, ist das ein Problem?

Die Übertragung von Kurzzeitmessungen (wenige Minuten) sollte in jedem Fall ohne Probleme funktionieren, da die Datenmenge sehr gering ist.

Für den Upload der Langzeitmessungen und die Detaildarstellung der Daten im Internetbrowser sollte jedoch eine gut funktionierende Verbindung vorhanden sein.

Was ist die HerzRatenVariabilität (HRV)

  Die Basis zur ABIOS Diagnostik liefert das Phänomen Herz-Raten-Variabilität!

Die HRV oder Herz-Raten-Variabilität bildet die Schlag zu Schlag (Beat-to-Beat, R-R oder NN) Variation des Herzens ab.

 

Die Diagnostik der HRV ist ein lange bekanntes Kontrollverfahren, das bereits in der chinesischen Medizin zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Patienten angewandt wurde. Die „Heart-Rate-Variability“ (HRV) Diagnostik ist aber auch das Verfahren der Zukunft und wird in vielen Bereichen die bisherige, unspezifischere Herzfrequenzdiagnostik ablösen oder ergänzen!


Bereits im 3. Jahrhundert erkannte der chinesische Arzt Wang Shu-he, dass ein variabler Herzschlag ein Zeichen für Gesundheit ist. Er dokumentierte dies in seinen Schriften „Mai Ching – The Knowledge of Pulse Diagnosis“. Gerne werden ihm in diesem Zusammenhang auch die Worte in den Mund gelegt: „Wenn das Herz so regelmäßig wie das Klopfen eines Spechtes oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von 4 Tagen sterben“. Da es jedoch noch keine Messinstrumente, wie beispielsweise Stethoskop oder EKG gab, musste der Arzt sich sehr sensibel auf die Erfassung des Zusammenspiels der Körpersignale eines Patienten einstellen, um eine Krankheit daraus diagnostizieren zu können.
Wie damals, wird auch aktuell der HRV-Diagnostik sehr große Beachtung geschenkt. Anhand der Schwankungsbreite der einzelnen Herzaktionen kann der Gesundheitszustand und die aktuelle Leistungsfähigkeit genau beurteilt werden. Die individuelle Analyse und Interpretation bedarf moderner Hardware- und Softwarelösungen.
Eine große Schwankungsbreite zwischen den einzelnen Herztakten weist auf einen hohen Leistungsstatus hin. Ein starrer, sehr regelmäßiger Herzschlag zeigt hingegen einen gestressten, überlasteten oder auch kranken Zustand oder sehr hohes Alter an.


Die HRV wird als Kennwert über die Zeitabstände als RR-Intervall (EKG-Parameter) oder als NN (Normal to Normal bzw. Peak to Peak) von einem Herzschlag zum Nächsten gemessen.

Die Grafik oben zeigt wie sich die HRV, also die Schwankungen von einem Schlag zum nächsten, unter Ruhebedingung verändern kann.

Die mittlere Grafik zeigt, dass bei einem höheren Puls automatisch eine geringere HRV entsteht

Die unterste Grafik zeigt, dass die HRV aber unabhängig von der Pulshöhe, meist unter mentalen Einfluss „Stress“, oder bei fortgeschrittenem Alter sehr eingeschränkt sein kann.

Die „Herz-Raten-Variabilität“ liefert dadurch mehr Informationen als eine klassische Pulsdiagnostik!.

Und die ABIOS App liefert Dir präzise, individualisiert und sicher die Informationen!>>

Was bedeuten die Belastungswerte bzw. die Trainingsbereiche in der ABIOS-App und im Webportal?

Der mentale und körperliche Entspannungsgrad wird über die Herz-Raten Variabilität (HRV) erfasst. Unter körperlicher oder sogar hoher mentaler Belastung gehen die Schwankungen des Herz-Schlages zurück was zu niedrigen bis kaum mehr messbaren Schwankungen führt. In diesem Fall werden keine farbigen Balken zum Entspannungsgrad angezeigt!

Wirt stellen mit dem ABIOS-Belastungsindikator einen Messwert für die Kontrolle von körperlicher Belastung zur Verfügung!

Aus sportwissenschaftlicher Sicht zeigen diese Werte…

  • bis 59% den Fitnessbereich und auch den  Regeneration-Kompensationsbereich (ReKom) an.
    • Ein Training in diesem Bereich fördert die Fitnees und unterstützt bei Leistungssportlern die Regeneration bzw. Kompensation der vorausgegangenen Trainingseinheiten.
    • Auch bei rein mentalen hohen Belastungen kann es in diesem Bereich noch zu ansteigenden Werten kommen, dass sollte aber langfristig vermieden werden.

 

  • von 60-74% den Fettstoffwechsel-Trainingsbereich (FB) an. Dabei läuft der Stoffwechsel mehrheitlich über Fettverbrennung ab.
    • Ein Training in diesem Bereich fördert die Fitness und bei Leistungssportlern die Entwicklung der Ausdauerbasis durch den Auf- und Ausbau der Mitochondrienmasse (unsere Zellkraftwerke).
    • Bei sehr hohen mentalen Belastungen kann es wiederum auch noch in diesem Bereich zu ansteigenden Werten kommen, das zeigt jedoch von einem sehr hohem Stresslevel.

 

  • von 75-84% den Grundlagenausdauerbereich 1 (GA1) an. Dabei läuft der Stoffwechsel vorwiegen im aeroben, glykolytischen (Kohlehydrate) Bereich ab, bezogen auf den Laktatspiegel (Milchsäure) im Blut ergibt sich hier meist eine stady-state (über lange Zeit gleichbleibendes Niveau).
    • Ein Training (z.B. Longjogs) in diesem Bereich fördert die Leitungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems und verbessert die Kapiliarisierung (Transport und Aufnahme des Sauerstoffs in der Muskulatur)
    • Bei rein mental verursachten Belastungswerten in diesem Bereich sollte diesen umgehend auf den Grund gegangen werden um eine psycho-physische Überforderung (Burn-out) zu vermeiden.

 

  • von 85-94% den Grundlagenausdauerbereich 2 (GA2) an. Dabei läuft der Stoffwechsel vorwiegen im aerob-anaeroben glykolytischen Bereich mit meist steil ansteigenden Laktatspiegel ab.
    • Ein Training in diesem Bereich fördert die wettkampfspezifische Leitungsfähigkeit. Dies sollte jedoch nur einen geringen Teil und dann ganz gezielt für die Wettkampfvorbereitung erfolgen – zu umfangreiches Training im GA2 Bereich führt zwar schnell zur Leistungsverbesserung aber auch zu einem frühen erreichen eines Leistungsplateaus.

 

  • über 95% Hochintensives Training (GA2) a. Dabei läuft der Stoffwechsel vorwiegen im anaeroben glykolytischen, Bereich mit steil ansteigenden Laktatspiegel ab.
    • HIT-Training ist im Ausdauerbereich gekennzeichnet von kurzen (30-60Sek) hochintensiven Intervallen und kurzen Pausen (2-3 fache der Belastungsdauer) in moderater Intensität.
    • Dieses Training wird von Leistungssportlern zur direkten Wettkampfvorbereitung genutzt um ihre Form zuzuspitzen.
    • Bei ausreichender Ausdauerbasis kann HIT Training aber auch als hocheffizientes Mittel zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Über ein Nachwirken der hochintensiven Einheiten wird der Nachbrenneffekt aktiviert und so auch noch in Ruhe die Fettverbrennung angekurbelt. Ein Training in diesem Bereich sollte jedoch erst nach einer Sportdauglichkeitsuntersuchung erfolgen.

Die Grafik zeigt z.B. den ansteigenden Belastungsverlauf (in den Trainingszonen 1-4) bei einem Schwellentest am Radergometer eines Profitriathleten.

 

 

Erste Schritte zur ABIOS-Messung

Das benötigst Du dazu:

  • Ein Android-Smartphone (Android ab 4.4.2)
  • Die ABIOS-App aus dem Play-Store
  • Einen kompatiblen Herzfrequenz-Messtransmitter (Bluetooth Mess-Hardware)

Und dann kanns losgehen…

  • ABIOS-Messung starten
  • Mess-Hardware (Transmitter und Gurt, Elektroden, Messhirts, Fingersensormessung über Kamera aktivieren usw.) anlegen/aktivieren

          

Starte die ABIOS-Messung und führe den App-Login durch.

   

Zur Messhardware-Kopplung links oben auf die 3 Balken  (neben ABIOS) tippen oder seitlich swippen.

Funktion „SENSOR KOPPELN“ auswählen.

Wenn gewünscht GPS-Daten aktivieren.

Funktion „SUCHE STARTEN“ auswählen.

Messtransmitter aus Liste auswählen

Nach erfolgreicher Kopplung kann über die Ein/Aus Hauptfunktion (Schieberegler oben rechts) die Messung gestartet werden.

Bei gutem Hautkontakt und Ladestatus verändert sich der Hauptschalter rechts oben von weis blinkend auf grün mit Hackerl.

Im Diagramm kommen zuerst Punkte die nach wenigen Sekunden zu den ersten Live-Ergebnissen (Balken, Linien und Messwerten) führen.

Hardware zur Messung anlegen, koppeln

HARDWARE ZUR MESSUNG WÄHLEN/KOPPELN…

Ein weitere Liste mit kompatibler Hardware: Messgurte, Mess-Shirts usw. findest Du auch auf der ABIOS-Homepage>>

Lege diese nach den Herstellerangaben am Körper an,

kopple das Messgerät über die Bluetoothschnittstelle Deines Handys/Tablets,

gib unter Umständen den Kopplungscode des Herstellers ein (meist 0000 oder 1234),

kontrolliere den Sitz der Messhardware (bei manchen muss die Kontaktfläche leicht angefeuchtet und bei anderen trocken sein – lies dazu die Herstellerangaben durch).


Nach dem App-Login bist Du im ABIOS-Archiv (bei der ersten Messung ist diese leer, bei späteren Einstieg siehst Du wie in der Grafik Deine bisherigen Messungen).

Zur ersten oder jeder neuen Messung tippe unten rechts auf das Plus-Symbol.

Du kommst zur Kopplungsfunktion,

hier werden Dir die über Bluetooth gefundenen Hardwaresystem angezeigt,

wähle durch tippen Dein Messgerät aus (der Name verrät Dir meist um welches Gerät es sich handelt)

dann kommst Du zur Messungsansicht.

nach einigen Sekunden sollte dein Messgerät gefunden werden und sich oben die Anzeige zum Status und Puls verändern.

Sollte es Probleme geben kannst Du über das Bluetoothsysmbol oben (eher) rechts eine Neukopplung vornehmen.


WICHTIG: Wenn Du Probleme bei der Kopplung eines von ABIOS gelisteten Gerätes hast…

überprüfe ob es sich wirklich um das vorgeschlagene Gerät handelt (manche Hersteller bieten oft ähnliche Produkte mit abweichender Funktion an),

geh bei der Kopplung in einen Bereich/Raum wo keine weiteren Geräte mit Bluetoothaktivierung vorhanden sind (das Messgerät könnte bei der Kopplung bereits von  einem anderen bluetoothfähigen Gerät belegt sein).

Manchmal ist es auch hilfreich bei allen anderen Geräten die Bluetoothfunktion zu deaktivieren.

Optional kannst du auch Deine Smartphone-Kameralinse als Messgerät verwenden – mehr dazu unter Fingersensormessung>>

 

 

 

Fingersensormessung

Alternativ kannst Du ohne weitere Hardware über die Kamerafunktion Deines Smartphones ein Messung durchführen!

 

 

 

 

 

Geh dazu…

  • ins Auswahlfenster „Mit Gerät verbinden“ oder oben auf das Bluetoothsymbol tipp dann auf „Kamera“,
  • lege einen Finger auf die Kameralinse  – diese ist meist auf der Rückseite Deiner Kamera angebracht und meist wird dabei der Blitz aktiviert,
  • bleib mit dem Finger ganz ruhig ohne großen Druck auf der Linse drauf,
  • Bewegungen stören die Messung, die Anzeigte im Messmodus zeigt Dir dann viele Artefakte an und das Messergebnis wird verfälscht.
  • Du kannst bei gutem Hautkontakt so ganz einfach eine Ruhemessung vornehmen!

Achtung! Die Messfunktion über die Kameralinse ist experimentell und entspricht nicht den Voraussetzungen für eine EKG genaue Messung. Dieses Verfahren kann aber für Testzwecke zum Kennenlernen der ABIOS-Diagnostik bei ruhiger Handhaltung eingesetzt werden. Bei manchen Menschen funktioniert die Messung über die Linse sehr gut bei anderen durch diverse Einflüsse (geringe Durchblutung in den Fingern usw.) nicht so gut bis gar nicht!


WICHTIG: Bei manchen Handy kann es durch große Hitzeentwicklung der Kameralinse bzw. des aktivierten Blitzlichts zu Verbrennungen kommen. Sobald Du größer Wärme empfindest nimm den Finger von der Kameralinse.

Messung durchführen

Wie führe ich die Messung durch?

Im Messungsmodus siehst Du im oberen Bereich nach erfolgreicher Kopplung Deine Statuswerte.

Im Linien-Diagramm „blau“ den Verlauf Deiner Herzfrequenz/min.

Im  Balken-Liniendiagramm siehst Du Deine Statuswerte, Deine Pulsdaten und, wenn aktiviert, Deinen Belastungsgrad.

Die Statuswerte: Entspannung, Belastung und Puls werden Dir auch, über den Live-Diagrammen, als %-Werte angezeigt.

Zusätzlich kannst Du (je nach Messhardware) die „Sensorladung“ einsehen.

Das Textfeld unter dem Diagramm zeigt Dir auch die Dauer der aktuellen Messung (Aktivität) an.

An dem grünen Pfeil rechts oben erkennst Du, dass die Messung läuft, hier kannst Du die Messung auch beenden.

über das 3-Balken-Symbol, links oben kommst Du ins Archiv zur Sensorkopplung, Logout-Funktion usw.

über das „?“ Symbol bekommst Du weitere Hilfestellung zu den App-Funktionen.


Achtung: Bei beenden der Messung unter 30 Sekunden Dauer werden die Messwerte nicht abgespeichert, nach 30 Sekunden werden diese automatisch als „sonstige Aktivität gespeichert.


Im unteren Bereich hast Du ab der ABIOS-PLUS Version die Möglichkeit  Deine Aktivitäten über Registerkarten (Freizeit, Arbeit, Sport…) und Schaltflächen themenspezifisch zu speichern.

Hinweis: Wenn keine Messwerte angezeigt werden hat das System unter Umständen Messfehler erkannt.

Das kann an einem schlecht sitzenden Mess-System,

zu geringem Ladestatus des Messtransmitters,

starken Erschütterungen oder abnormen Herzrhythmen liegen.

Einzelne Messfehler sind normal und lassen sich nie ganz vermeiden, wenn jedoch die Messfehler(Artefakt)-Anteile zu groß sind beeinflusst das die Aussagekraft der Messergebnisse.

Versuch die Messhardware bzw. deren Sitz zu optimieren. Je nach System muss die Kontaktfläche der Messelektronik zum Körper angefeuchtet werden, trocken sein, richtig positioniert werden usw. Beachte dazu die Herstellerangaben Deiner Messhardware. Jeder Mensch ist anders – ein Messsystem dass bei einem Anwender tolle Ergebnisse liefert, kann bei anderen zu Messfehlern führen.


HINWEIS zur Anwendbarkeit der Diagnostik: Die ABIOS-Verfahren basieren auf sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen und ersetzen keine medizinische Diagnostik und Beratung, bei medizinischen Problemen kontaktiere den Arzt Deines Vertrauens!

Die KURZ-Zeit-MESSUNG

Über die ABIOS App kannst Du auch sehr einfach ein KURZ-Zeit-MESSUNG vornehmen.

HINWEIS: Mit dieser Messung kontrollieren z.B. Leistungssportler täglich nach dem Erwachen ihren Leistungsstatus und ihr nachfolgendes Training. Auch bei gesundheitsorientierten oder beruflich sehr belasteten Personen eignet sich dieses Verfahren perfekt zur täglichen, wenn geht morgendlichen Vitalstatuskontrolle!

Achtung: Die Berechnung uns Speicherung der Daten dazu erfolgt erst ab der PLUS Version.

App-Anwendung

Starte dazu die ABIOS App und gehe nach dem Messungsstart über swipen „von links nach rechts“ oder die tippen auf die 3 Balken links oben auf KURZ MESSEN

danach kommst Du zur 4 Minuten Countdown-Startseite.

Tippe darauf und beginne die KURZ MESSUNG.

Diese wird mit einem Signalton beendet und automatisch ins App-Archiv abgelegt, im Onlinestatus ins Portal übertragen.

Die normale Messung läuft weiter, zum Beenden gehe auf den grünen Kreis mit Hackerl (Hauptschalter) rechts oben.

Portal-Anwendung

In Deinem Webportal – Zugang „Mit Google anmelden“ kannst Du Dir dann alle KURZ MESSUNGEN anzeigen lassen und auch den Verlauf ansehen.

Gib dazu im Archiv Messungen bei „Suchtext eingeben“ die Begriffe „4“ oder „Kurz“ an und Du bekommst alle KURZ MESSUNGEN über 4 Minuten gelistet.

Eine detaillierte Suche kannst Du auch über „Erweiterte Suche einblenden“ aktivieren.

 

HINBWEIS: Für Web4trainer-Anwender kann die KURZ MESSUNG auch automatisiert ins Web4trainer-Portal übertragen werden.

Melde Dich dazu über Deinen Coach oder unter office@abios.at an.

 

 

Messung speichern – bewerten

Wie kann ich meine Messungen abspeichern und bewerten?

Ab der ABIOS-Plus-Version kannst Du Deine Messdaten zu den jeweiligen Aktivitäten abspeichern und online in Dein Webportal übertragen!

Du siehst dazu unter den Statuswerten und dem Balkendiagramm Registerkarten zu verschiedenen Bereichen: Freizeit, Arbeit, Sport… und Schaltflächen mit Kategorien zur Aktivitätsauswahl.

     

Durch verschieben der Registerkarten – rechts -links kommst Du zur gewünschten Auswahl,

Wenn Du Deine Aktivität wechselst kannst Du die zuvor ausgeführte abspeichern und bewerten.

Wähle dazu die passende Registerkarte und Schaltfläche aus, tippe für 2 Sekunden auf die Schaltfläche und Du kommst zur Aktivitätsbewertung…

Über die Quick-Marker Funktion kannst Du während einer Aktivität sehr schnell einen Messung abspeichern, tippe dazu einfach 2 Sekunden auf das große Feld: „Sonstige Aktivität“ und die Messung wird nach einem Countdown von 15Sekunden automatisch abgespeichert.


 

Wenn Du jedoch Detailangaben zur Messung abspeichern möchtest tippe auf „BEWERTUNG HINZUFÜGEN“ und gib Details bekannt.

Du kannst zur Bewertung oben bei „Optional Kommentar“ noch eine Texteingabe vornehmen und

über die beiden Schieberegler angeben wie entspannt oder belastet Du die zuvor ausgeführte Aktivität empfunden hast.

Diese Bewertungsdaten inklusives des Kommentartextes werden Dir später in Deinem Webportal angezeigt.

       

 

HINWEIS: Das bewerten der Aktivität erleichtert später die Analyse und das wiederfinden der Messung im Onlinearchiv.


 

 

Archiv-Funktionen

Welche Funktionen stehen mir im App-Archiv zur Verfügung?

Im Smartphone-Archiv sind alle von Dir abgespeicherten Messungen aufgelistet!

Bei bereits ausgewerteten Messungen siehst Du  ein buntes Icon (Männchen usw.), %-Werte usw.

Bei Messungen die noch nicht zur Auswertung abgesendet wurden (ist nur im Online-Modus möglich) siehst Du eine schwarze Wolke mit Pfeil nach oben.

Zieh zur Auswertung im Onlinemodus die Archivansicht mit dem Finger nach unten oder tippe auf die 3 Punkte rechts oben und wähle  „Aktualisieren“,

dann werden die noch nicht übertragenen Messungen in Dein Webportal übertragen und ausgewertet.

Über das „i“ Symbol kommst du zu eine weiteren Auswahlmenü und Informationen.

Bei tippen auf die jeweilige Messung im Archiv kannst Du Dir dann Details dazu auch am Smartphone anzeigen lassen.

Wenn Du vor der Messung „GPS“ am Smartphone aktiviert hast, kannst Du Dir Deine Aktivitäten und die Statuswerte auch auf einer Karte ansehen.

 

Interpretation der Messergebnisse

Was wird im App-Live-Feedback angezeigt?

Die Farbe und Höhe des Balkendiagramms zeigt Dir Deinen momentanen…

Erholungsgrad (vorwiegend parasympathischer Einfluss): Wenn die Balken  vom „grünen“ in den „blauen“ Bereich nach oben wandern.

Belastungsgrad (vorwiegend sympathischer Einfluss): Wenn die Balken von „gelb“ auf „orange“ und „lila“ nach unten wandern.

Gleichzeitig wird Dir der Erholungs- Belastungsgrad (oben Links) auch als %-Wert angezeigt.

Zusätzlich siehst Du über die „blaue“ Linie den Verlauf Deiner Herzfrequenz. Die Herzfrequenz/min wird Dir auch (oben Rechst) als „Puls“ Wert angezeigt.

Zu mentalen und körperlichen Belastungskontrolle kannst der Belastungs-Wert aktiviert werden, dieser wird als rote Linie und als %-Wert (oben Mitte) angezeigt.

Alle Diagramdarstellungen können über die Schieberegler oben ein- und ausgeschaltet werden.


Statusbereiche:

Die Farben der Balken und Icons gehen von…

„lila“ sehr tief und belastet,

„orange“ tief und eher belastet,

„gelb“ eher normal beansprucht,

„grün“ eher entspannt,

„blau“ sehr entspannt.


 

Hinweis: Die Höhe der %-Werte kann auch über 100% gehen. Ein Wert über 100% zeigt Dir an, dass Du vermutlich fitter, entspannter bist als der Durchschnitt Deiner Altersgruppe.

Wenn statt „%“ der Wert „Artefakt“ angezeigt wird hat das System Messfehler erkannt.

Das kann an einem schlecht sitzenden Mess-System,

zu geringem Ladestatus des Messtransmitters,

starken Erschütterungen oder abnormen Herzrhythmen liegen.

Einzelne Messfehler sind normal und lassen sich nie ganz vermeiden, wenn jedoch die Artefakt-Anteile zu groß sind beeinflusst das die Aussagekraft der Messergebnisse.

Versuch die Messhardware bzw. deren Sitz zu optimieren. Je nach System muss die Kontaktfläche der Messelektronik zum Körper angefeuchtet werden, trocken sein, richtig positioniert werden usw. Beachte dazu dazu die Herstellerangaben Deiner Messhardware. Jeder Mensch ist anders – ein Mess-System dass bei einem Anwender tolle Ergebnisse liefert, kann bei anderen zu vielen Messfehlern führen.


HINWEIS zur Anwendbarkeit der Diagnostik: Die ABIOS-Verfahren basieren auf sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen und ersetzen keine medizinische Diagnostik und Beratung, bei medizinischen Problemen kontaktiere den Arzt Deines Vertrauens!

Handlungsanweisung bei niedrigen(belasteten) Messwerten

Was tun wenn die Werte in den Keller gehen?

Es ist völlig normal, dass es bei mentalen und körperlichen Aktivitäten zu tieferen „gelb, „orange“ bis sehr tiefen „lila“ Werten kommt – das ist auch ein Zeichen eines gesunden Organismus der in der Lage ist auf alltägliche Situationen zu reagieren.

Gerade bei körperlicher Aktivität wird unser vegetatives Nervensystem sehr aktiv, was sich in niedrigen Werten zeigt. Das ist völlig Normal und ermöglicht uns die täglichen Aktivitäten durchzuführen bzw. liefert uns das „sympathische System“ (siehe Wikipedia>>) die Energie für Aktivitäten.

Wenn man sich zu Ruhe begibt, bzw. bei Schlafmessungen sollten jedoch größer Anteile der Werte im oberen Bereich (grün – bis blau) zustande kommen.  Es kann durchaus sein, dass man nach belasteten Tagen eher niedrige Werte hat, das verkraftet ein gesunder Körper ohne Probleme. Wenn es jedoch über längere Zeiträume zu einem sichtbar eingeschränkten Status kommt sollte man mit gezielten Erholungsmaßnahmen reagieren und das „parasympathische System“ (Wikipedia >>) stärken.


Dauerhaft niedrige Werte können viele Ursachen haben, die sich aus den Lebensumständen ergeben. Ein große Rolle spielt das berufliche und soziale Umfeld, die Ernährungs- und Schlafgewohnheiten sowie der persönliche Umgang mit Stress in seinen vielfältigen Formen oder auch chronische Erkrankungen und genetische Voraussetzungen.


Da „moderate“ und regelmäßige Bewegung meist eine positive Wirkung auf unseren Organismus ausübt möchten wir Dir ganz einfache Regeln zur richtigen Bewegungsintensität zur Verfügung stellen…

Faustregel I:
Wenig aktive körperliche (Ausgleichs-)Bewegung und ständig niedrige Werte = Mehr körperliche Bewegung im moderaten Bereich (Walking, Jogging, Ausgleichs-Fitnesstraining usw.)


Zielbereiche für Fitness-Training – Berechnungsformeln über die Maximalpulsberechnung:

Männer:  220 – Lebensalter; Beispiel: 50 jähriger Man – 220 = 170 Maximalpuls (max. Herzfrequenz)

Frauen: 226 – Lebensalter; Beispiel: 40 jährige Frau – 226 = 186 Maximalpuls (max. Herzfrequenz)

Zielzone 1 für 2/3 des Trainings: ca 60% des Maximalpulses; Beispiele: 50 jähriger Man: 170 x 0,60 =  102 Trainings- Herzfrequenz; 40 jährige Frau: 186 x 0,60 =  112 Trainings- Herzfrequenz.

Zielzone 1 für 1/3 des Trainings: ca 75% des Maximalpulses; Beispiele: 50 jähriger Man: 170 x 0,75 =  128 Trainings- Herzfrequenz; 40 jährige Frau: 186 x 0,75 =  140 Trainings- Herzfrequenz.


Faustregel II:
Viel aktive körperliche Bewegung und ständig niedrige Werte = Weniger körperliche Bewegung, mehr Enteignungsmaßnahmen (Wellness, Erholung usw.). Für Sportler empfiehlt sich auch eingeschränktes regeneratives Training und Rücknahme der intensiven Einheiten.


Bei anhaltend niedrigen Werten ist es auch empfehlenswert einen Gesundheitscheck bei medizinischen und beratenden Institutionen vornehmen zu lassen.

 

 

 

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